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Schweizer holen die meisten Punkte

Fallschirmjäger Schweizer holen die meisten Punkte

410 Soldaten verschiedener Einheiten der Division Spezielle Operationen (DSO) waren auch bei der Bekämpfung der Flut­katastrophe im Süden und Osten Deutschlands eingesetzt.

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Ein Teilnehmer des Fallschirmjäger-Wettkampfes landete in­mitten der angetretenen Soldaten der DSO. Kleines Foto: Das
Heeresmusikkorps 300 aus Koblenz begleitete den Appell und das anschließende Biwak. Fotos: Michael Rinde

Stadtallendorf. Das Team der Schweiz hat den 18. internationalen Fallschirmjäger-Wettkampf der Division Spezielle Operationen gewonnen. Das gab Brigadegeneral Reinhardt Zudrop bei einem Appell zum Wettkampf-Abschluss bekannt. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Bundeswehr-Mannschaften der Luftlande-Lufttransport-Schule aus Altenstadt und der Fernspähkompanie 200 aus Pfullendorf. Am Wettkampf waren 11 Teams aus 5 Nationen beteiligt. Die zum Wettkampf gehörenden Sprungtage hatten erstmals am und rund um den Amöneburger Flugplatz stattgefunden (diese Zeitung berichtete). Brigadegeneral Zudrop, seit Mitte Mai stellvertretender Kommandeur der DSO in Stadtallendorf, nutzte den Appell für Rückblick und Ausblick aus Sicht der Truppe. Mehrere Zahlen sind oder waren dabei von besonderer Bedeutung: Aktuell sind 750 Soldaten der DSO im Afghanistan-Einsatz, darunter etwa 20 aus Stadtallendorf. Einer von ihnen ist Divisions­kommandeur Jörg Vollmer, der sich seit Februar erneut als Regionalkommandeur Nord in Masar-i-Sharif in Afghanistan befindet. „Die Sicherheitslage hat sich verbessert. Sie ist jedoch noch nicht ruhig und nicht stabil“, charakterisierte Zudrop die Situation in Afghanistan. Er bezeichnete die anstehende Reduzierung der internationalen Isaf-Streitkräfte am Hindukusch dabei als „große Herausforderung“ und hob auch die nach wie vor vorhandenen Gefahren und Risiken für die eingesetzten Bundeswehr-Soldaten hervor.

Im Mai war ein Soldat des zur DSO gehörenden Kommandos Spezialkräfte während eines Gefechts mit Aufständischen gefallen. Einheiten der DSO beteiligten sich auch am Katastropheneinsatz der Bundeswehr in Süd- und Ostdeutschland, insgesamt kamen dabei 460 Soldaten, insbesondere der Luftlandebrigade 31, der betroffenen Bevölkerung zu Hilfe. Die Bundeswehr hatte insgesamt zeitweise bis zu 20000 Soldaten zur Katastrophenhilfe abkommandiert.

Für die DSO waren der Appell anlässlich des Fallschirmjäger-Wettkampfes und das anschließende „Gäste-Biwak“ mit mehreren hundert Besuchern die wohl letzten in der Divisionsgeschichte. Ab dem 1. Januar nächsten Jahres folgt auf die Division Spezielle Operationen die Division Schnelle Kräfte (künftig DSK). Sie wird aus dem Zusammenschluss mit der Division Luftbewegliche Kräfte hervorgehen. Brigadegeneral Zudrop sieht die Vorbereitungen auf diesen großen Einschnitt „auf gutem Wege“. Der neuen DSK werden dann unter anderem auch die Heeresflieger-Regimenter insgesamt unterstellt.

Was sich bei der Verabschiedung von Zudrops Vorgänger Brigadegeneral Volker Bescht schon andeutete, ist inzwischen bereits sehr viel konkreter geworden: Die neue Division bekommt internationaleren Charakter. So wird die nieder­ländische 11. luftmobile Brigade mit Sitz in Arnheim wohl tatsächlich in die DSK integriert, wie Zudrop im Gespräch mit der OP erläuterte. Derzeit werde diese Integration vorangetrieben.

Die niederländische Brigade umfasst etwa 3500 Soldaten. Mitte Mai hatte das Heeresführungskommando bereits erläutert, dass eine enge Zusammenarbeit naheliege und die DSK dadurch zusätzliche Fähigkeiten erhielte.

Reinhardt Zudrop nannte auch bereits einen wichtigen öffentlichen Termin im nächsten Jahr: Geplant ist, dass sich die neue DSK am 12. Juni 2014 bei einem „Umgliederungsappell“ in Stadtallendorf umfassend der Öffentlichkeit präsentieren wird.

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