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Schwabendorf und Feuerwehr profitieren

Energetische Sanierung Schwabendorf und Feuerwehr profitieren

Für Schwabendorf wird es ernst: Als letztes Rauschenberger Gemeinschaftshaus wird das Dorfgemeinschaftshaus energetisch saniert und zudem um 118 Quadratmetererweitert.

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Die Fensterfront zeigt: am Dorfgemeinschaftshaus Schwabendorf nagt der Zahn der Zeit. Das Gebäude kann jetzt energetisch saniert und erweitert werden.

Quelle: Matthias Mayer

Rauschenberg. Bürgermeister Michael Emmerich stellte das in Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen und dem Ortsbeirat erarbeitete Raumkonzept für das erneuerte Dorfgemeinschaftshaus in Ernsthausen den Stadtverordneten vor. Für das Vorhaben sollen in den Haushalten 2016 und 2017 zusammen 600000 Euro eingestellt werden. Die Kosten sollen durch Eigenleistungen der Schwabendorfer Bürger verringert werden. Außerdem erwartet die Stadt Zuschüsse aus den Kommunalinvestitionsprogrammen (KIP) des Landes und des Bundes.

Die Stadtverordnetenversammlung beauftragte den Magistrat einstimmig mit der Beantragung der Fördermittel. Von diesen soll auch das Feuerwehrhaus in der Kernstadt profitieren. Das erhält bekanntlich eine neue Fahrzeughalle und einen Anbau mit Sanitär- und Funktionsräumen. Zusätzlich soll nun auch der Trakt mit den Aufenthalts- und Schulungsräumen energetisch saniert werden. „Die Fenster stammen aus den 70er Jahren und lassen sich zum Teil nicht mehr richtig schließen“, unterstrich der Stadtverordnete und Feuerwehrmann Manfred Hampach gegenüber der OP die Notwendigkeit dieses Vorhabens.

Dorfgemeinschaftshaus wird vergrößert

Nach Angaben des Bürgermeisters zählt das Schwabendorfer Dorfgemeinschaftshaus zu den am meisten genutzten Gemeinschaftshäusern Rauschenbergs. Der Grundriss des teilbaren Saaltrakts lasse sich nicht verändern, erklärte Michael Emmerich. Deshalb beschränkten sich die Arbeiten dort auf einen Austausch der Fenster, den Einbau von Boden- und Deckendämmung und zum Teil auch auf den Einbau einer Innendämmung. Zudem werde das Dach erneuert.

Gravierende Veränderungen gibt es nach den von Schwabendorfer Bürgern und einem Architekturbüro 2014 entwickelten Ideen in den Nebenräumen des Hauses. Diese werden erheblich erweitert. Das wiederum ermöglicht ein 118 Quadratmeter großer Anbau, der an der Innenhof-Seite des Saaltrakts entstehen soll. Dazu werden die Außenwände des alten Bestandes teilweise abgerissen.

Auf diese Weise kann die Küche von 18 Quadratmetern auf stolze 34 Quadratmeter vergrößert werden. Was in den großen Zeiten der Caterer nach einem Anachronismus klingt, ist in Schwabendorf eine Notwendigkeit. Im Dorfgemeinschaftshaus gammelt keine unbenutzte Profiküche vor sich hin, denn dort wird selbst gekocht - und häufig für so viele Gäste, dass die alte Küche nicht ausreicht. Die Funktionalität der Küche wird zudem durch einen Abstellraum mit Kühlzelle verbessert.

Zudem wird das Foyer durch den Anbau auf stolze 77 Quadratmeter vergrößert. Der neue Thekenraum ist über das Foyer erreichbar. Hinter diesem befindet sich ein zusätzliches Stuhllager. Der Seitentrakt erhält ein behindertengerechtes WC und einen durchgängigen Flur.

Der Zeitplan des Magistrats für die Umsetzung des Projekts sieht vor, dass die Stadtverordnetenversammlung bis Juni 2016 über das Projekt entscheidet, damit die Entwurfsplanung fertiggestellt werden kann. Diese ist Voraussetzung für eine Genehmigungsplanung und für einen Bauantrag.

Bauausschuss tagtan Ort und Stelle

Die Stadtverordnetenversammlung verwies das Vorhaben zur Beratung an den Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft und Bauwesen. Der wird in dieser Sache ausnahmsweise nicht im Rathaus, sondern an Ort und Stelle tagen. Der Ausschussvorsitzende Hermann Koch (parteiloses Mitglied der SPD-Fraktion) lädt am Dienstag, 22. März, um 20 Uhr ins Dorfgemeinschaftshaus Schwabendorf ein.

Die Sitzung ist öffentlich. Interessierte Besucher können sich an Ort und Stelle ein Bild von den Planungen machen.

von Matthias Mayer

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