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Schulleiterin will Ruhe für die Kinder

Niederwald Schulleiterin will Ruhe für die Kinder

Bis die Schulleitungsstelle an der Grundschule Anzefahr/Niederwald/Betziesdorf wieder besetzt ist, übernimmt Elke Biebricher-Maus, Leiterin der Grundschule Kirchhain, diese Aufgabe mit.

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An der Grundschule mit ihren drei Standorten, darunter in Niederwald, soll wieder Ruhe einkehren, wünscht sich die kommissarische Schulleiterin Elke Biebricher-Maus. Foto: Silke Pfeifer-Sternke

Niederwald. Kurz vor Beginn der Osterferien trat Lisa Wiemer als kommissarische Leiterin der Grundschule Anzefahr, Niederwald und Betziesdorf zurück, nach eigenen Worten, um zur Lösung der aufgetretenen Konflikte beizutragen. Ab Montag ist sie an der Grundschule I in Stadtallendorf eingesetzt.

An ihre Stelle als kommissarische Schulleiterin tritt jetzt Elke Biebricher-Maus. Bereits zum zweiten Male übernimmt sie kommissarisch die Leitung einer zweiten Grundschule. Das sei natürlich eine Herausforderung, sagte sie am Freitag im Gespräch mit der OP. Doch dank eines guten Schulleitungsteams an der Grundschule Kirchhain werde sie die Aufgabe bewältigen können. Biebricher-Maus ist es wichtig, dass sich an der Grundschule Anzefahr/Niederwald/Betziesdorf „jetzt alles darauf konzentriert, dass die Kinder wieder in Ruhe lernen können.“ Die Schulleiterstelle an der Grundschule mit drei Standorten wird neu ausgeschrieben. Bis zu einer Besetzung der Stelle behält Elke Biebricher-Maus ihre Doppelfunktion als Leiterin von zwei Schulen.

Am Montag soll ein Elternbrief von ihr verteilt werden, in der sie noch einmal allen mitteilt, dass sie die Aufgaben von Lisa Wiemer übernommen hat. Zuvor habe sie aber bereits während der Ferien einige Gespräche geführt, unter anderem mit einem Elternvertreter der Klasse 2a. Dort wird sich mit Ende der Ferien für die Kinder wieder einiges verändern. Wie die OP berichtete, hatte es massive Elternkritik an der früheren Klassenlehrerin gegeben. Lisa Wiemer hatte unabhängig davon vertretungsweise die Klasse übernommen, weil die Lehrerin erkrankt war.

Am 29. April soll es den letzten Wechsel geben

Am Montag wird nun eine an der Grundschule schon gut bekannte langjährige, als sehr erfahren geltende Lehrerin den Unterricht in der 2a übernehmen, zumindest für drei Wochen. Ab diesem Zeitpunkt besetzt dann das Schulamt die Stelle mit einer neuen Lehrkraft. Das kurze Zwischenspiel war nötig, weil „die bisherige Klassenlehrerin wird, dem Elternwunsch entsprechend, die Klasse nicht mehr unterrichten“, sagt Biebricher-Maus.

Am 29. April soll es den endgültig letzten Klassenlehrer-Wechsel geben. Die Vertretungslehrerin und die künftige Klassenlehrerin werden zwei Tage gemeinsam unterrichten, um den Kindern den neuerlichen Wechsel leichter zu machen. Bis zum Ende der Grundschulzeit soll dies dann der letzte Wechsel bei der Klassenleitung sein. Wäre es nach Stephanie Burkert und anderen Eltern aus der 2a gegangen, dann hätte Lisa Wiemer ihre Kinder zumindest noch bis zum Schuljahres-Wechsel weiterunterrichtet. Auf vor Wochen angekündigte Protestaktionen wollen die Eltern zwar verzichten. „Aber wir haben an das Schulamt appelliert, seine Entscheidung noch einmal zu überdenken. Wir sind schwer enttäuscht, dass die Kinder aus unserer Sicht nun außen vor gelassen werden“, sagt Burkert. Sie zweifelt daran, dass ihre Tochter den neuerlichen Lehrerwechsel gut verkraftet, zumal sich alle Kinder sehr an Lisa Wiemer gewöhnt hätten.

Wiemer selbst will ihren Wechsel an eine andere Schule nicht kommentieren. Allerdings besucht ihr Sohn ebenfalls die Klasse 2a, wurde von ihr vertretungsweise also auch unterrichtet. „Als Mutter hoffe ich, dass es jetzt endlich die nötige Ruhe und Kontinuität gibt“, sagt sie zur Situation.

Elke Biebricher-Maus glaubt, dass es den Kindern nun so leicht wie möglich gemacht wird, sich an die veränderte Situation zu gewöhnen. „Wir müssen jetzt mit der Entscheidung des Schulamtes alle umgehen“, sagt sie. Die langjährige Schulleiterin ist überzeugt, dass die Kinder den neuerlichen Lehrerwechsel verkraften werden. Sie sei sich sicher, dass eine gute Vertrauensbasis entstehen werde. Dazu will sie auch selbst beitragen und für persönliche Gespräche mit Eltern zur Verfügung stehen.

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