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Schule zeigt, wie lebendig sie ist

50 Jahre Schule zeigt, wie lebendig sie ist

Gemeinsam mit dem Schulfest feierten Lehrerschaft, Schulgemeinde der Mittelpunktschule Wohratal und viele Halsdorfer das Schuljubiläum.

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Beim Jubiläumsfest gab es viele Aktionen auf und rund um den Schulhof. Die Mittelpunktschule bot ihren Gästen ein großes Programm.

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Wohratal. Zur Gratulation beim kleinen Festakt in der Sporthalle waren der Schuldezernent beim Landkreis Marian Zachow, der Schulamtsdirektor Tilo Traub, sowie der Erste Beigeordnete Oliver Mohr als offizieller Vertreter der Gemeinde Wohratal und Rauschenbergs Bürgermeister Michael Emmerich gekommen. Schulleiter Michael Vaupel gab einen kleinen Rückblick auf 50 Jahre Schulentwicklung am Standort neben der B 3. Bei Gründung heiß debattiert, gehört die Mittelpunktschule Wohratal längst zu einem festen Bestandteil von Halsdorf. Die Gemeinde Wohratal unterstützt die Schule, wo es möglich ist, wie zum Beispiel die notwendige Brückensanierung über die Josbach vor wenigen Jahren beweist.

Mit 249 Kindern in 8 Klassen mit 9 Lehrern startete das Schuljahr 1967/68 unter dem ersten Direktor Heinz Wind. Nachdem noch die Neuntklässler, sowie Grundschüler aus umliegenden Gemeinden hinzukamen, drohte die Schule bei 374 Schülern aus allen Nähten zu platzen. Klassen wurden nach Ernsthausen ausgelagert. Doch ein An- und Neubau von zusätzlichen Räumen entschärfte die mit ungeliebten Pavillons behobene Improvisationsphase.

230 Schüler werden unterrichtet

Seit Anfang 1990 besitzt die Schule einen Computerraum und nur wenige Monate später gab es ein erstes Betreuungsangebot an der Mittelpunktschule. Aktuell werden in 14 Klassen der Jahrgangsstufen eins bis zehn 230 Schüler von 25 Lehrkräften unterrichtet.

Zum Schuljubiläum und alljährlichen Schulfest hatten sich Schüler- und Lehrerschaft so einiges einfallen lassen. Hilfreich dabei die Projekttage zuvor, durch die manche Idee in die Tat umgesetzt werden konnte. So gab es neben dem klassischen Torwandschießen, dem heißen Draht und einem Nagelblock viele andere Spiele, die von den einzelnen Klassen betreut wurden. Besucher töpferten oder bastelten sich ein eigenes Wurfspiel.

Ein Projektschülerchor hatte ein eigens für das Jubiläum getextetes Lied einstudiert und ein Schwarzlichttheater entführte in zwei Aufführungen die Phantasie der Besucher zu unterschiedlichen musikalischen Klängen. Auf dem großen Pausenhof gab es Ausstellungen der verschiedenen Schul-Arbeitsgemeinschaften. Eine Cocktailbar vermittelte den Besuchern erste Urlaubsstimmung. Auf dem Kleinspielfeld neben der Sporthalle gab es eine ganze Hüpfburgen-Landschaft. Sie begeisterte unter anderem Benjamin und Marvin, die nach dem Sommerferien von der Grundschule Wohra an die MPS wechseln und schon mal ihre neue Schule erkundeten.

Schulchef zieht mehr als positive Bilanz

Außerdem waren viele ehemalige Schüler sowie heutige Mütter und Väter und sogar Schüler der ersten Stunde, die heute der Opa-und-Oma-Generation angehören, zum Jubiläum auf das Gelände gekommen.

„Ich hatte sechs wunderbare Jahre hier“, erinnerte sich die Halsdorferin Jutta Lambach an ihre Schulzeit an der MPS. Baldo Roth aus Wohra, der nur die neunte Klasse in Halsdorf absolvierte, hielt lange Jahre den 100-Meter-Schulrekord in 11,3 Sekunden, die er auf der abschüssigen Teerstraße oberhalb des alten Schulgebäudes erzielt hatte.

„Mich hat es sogar nach 21 Jahren wieder an die Schule zurückgezogen“, schmunzelte Dieter Fischer, der heutige Hausmeister der Mittelpunktschule. „So viele Besucher wie diesmal hatten wir bei unseren jährlichen Schulfesten noch nie“, zog Schulchef Michael Vaupel abschließend eine mehr als positive Bilanz.

von Heinz-Dieter Henkel

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