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Schule spendet "den ganzen Mantel"

Markt in Mardorf Schule spendet "den ganzen Mantel"

Der heilige Martin ist nicht nur der Namensgeber der Mardorfer Grundschule, sondern auch Vorbild für die Schüler. Und so stand der Martinsmarkt wieder ganz im Zeichen des Teilens.

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Am Schulstand gab es schöne Dinge für die Weihnachtszeit, Plätzchen und vieles mehr zu kaufen.

Quelle: Karin Waldhüter

Mardorf. „Der Martinsmarkt findet statt, um Kindern das Teilen zu vermitteln und real zu leben“, erklärte Schulleiterin Elisabeth Schäfer den Gästen auf dem Schulhof. Mit Beginn der Veranstaltung zeigte sich dann sogar ein Stück blauen Himmels und die zahlreichen Besucher konnten ohne Störung die Eröffnung des Marktes und ein Theaterstück verfolgen.

Unter der Leitung von Claus Niemeyer hatte die Theater-AG, an der Schüler aller Jahrgänge teilnehmen, in den vergangenen sieben Wochen nicht nur das klassische St.-Martin-Stück mit der Mantelteilung einstudiert, sondern auch das moderne „Das schönste Martinslicht“. Nach viel Applaus und dem gemeinsam gesungenen Martinslied endete der erste Teil des Marktes.

Doch es gab ja auch noch Kaffee und Kuchen, eine Tombola mit rund 800 Preisen, Bratwurst und verschiedene Stände. Besonders beliebt war der Stand der Schule: Im Vorfeld hatte die Mardorferin Inge Eismann-Nolte ein Kunstprojekt geleitet, die Schüler hatten im Kunstunterricht gebastelt und Eltern Plätzchen und Gebasteltes für den Verkauf beigesteuert.

Erlös kommt Grundschule in Nigeria und Waisenhaus in Kenia zu Gute

Und den Erlös der Veranstaltung spendete die Schule natürlich wieder: Seit vielen Jahren sind die Einnahmen für den guten Zweck bestimmt. Nutznießer waren die Grundschule „Peter-and-Paul-Primary School“ in Egume, Nigeria, sowie ein Waisenhaus in Kenia. Zu beiden Hilfsprojekten unterhält die Schule Kontakt über Personen vor Ort. In diesem Jahr will die Schulgemeinde bei der Finanzierung der „Amöneburg Dining Hall“ helfen, eine Initiative an der St.-Francis-Schule in Rakai in Uganda. Vor wenigen Tagen hatten die afrikanischen Schüler den halboffenen Speisesaal erstmals genutzt. Bisher wurde das Gebäude aber noch nicht voll aus den eingegangenen Spendengeldern finanziert – rund 5000 Euro hatten zahlreiche Amöneburger insgesamt gespendet, es gibt aber noch eine Finanzierungslücke von 1927 Euro, für die bisher ein Überbrückungskredit eingesetzt wird.

Armin Hedwig vom Verein „St. Francis Rakai Initiative“ stellte das Projekt den Marktbesuchern anhand einer Präsentation und eines Vortrags noch einmal ausführlich vor. Der ehemalige Stiftsschullehrer betonte, dass die Messingplakette „Amöneburg Dining Hall“ bereits an dem Gebäude angebracht sei.

Den Mardorfer Martinsmarkt hatte der Förderverein der Grundschule organisiert – der seit einem halben Jahr keinen Vorstand mehr hat. „Es wäre schön, wenn sich Eltern finden würden“, hofft Schulleiterin Elisabeth Schäfer auf Unterstützer – sie betont aber dennoch, dass bei Veranstaltungen wie dem Markt genügend Eltern da seien, die helfen.

von Karin Waldhüter

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