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Schule setzt ein Zeichen für den Frieden

Konzert Schule setzt ein Zeichen für den Frieden

Hunderte strömten in die Kirchhainer Stadtkirche, um das traditionelle Weihnachtskonzert der Alfred-Wegener-Schule zu genießen. Sie bekamen ein fast zweieinhalbstündiges Programm geboten.

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Die Big Band setzte gemeinsam mit dem „All inklusive Chor“ einen stimmungsvollen Schlusspunkt unter das Konzert der Alfred-Wegener-Schule.

Quelle: Karin Waldhüter

Kirchhain. Das Publikum in der prallgefüllten Stadtkirche war am Ende restlos begeistert. Passend zur Weihnachtsbotschaft stand das Konzert unter dem Thema „Frieden“, und viele Stücke griffen diese Botschaft auf.

Die Schüler boten ein breit gefächertes Programm mit moderner Orchestermusik und klassischen Weihnachtsliedern. Den Anfang machte die Bläserklasse G5c unter der Leitung von Dagmar Klinger, Torsten Mihr und Michael Korte. Im Wechsel mit der Streicherguppe, die unter der Leitung von Georgi Kalaidjev und Hildegund Rautenberg stand, spielten die jungen Musiker bekannte Weihnachtslieder und luden zum Mitsingen ein. Die Schüler der Bläserklasse hatten zwar erst vor wenigen Wochen ihre Instrumentalausbildung begonnen, sie belegten aber eindrucksvoll, dass an der Schule das Fundament für viele weitere erfolgreiche Aufritte gelegt wird.

Hausherr Pfarrer Rainer Wilhelm freute sich über seine volle Kirche. „Alle Jahre wieder ist die Kirche so brechend voll - das toppt sogar Heiligabend“, betonte er. Schulleiter Matthias Bosse richtete seinen Blick auf diejenigen, die viel zum Gelingen des Abends beigetragen hatten, ohne dabei im Rampenlicht zu stehen. Sein Lob galt dem Küsterehepaar Dönges, Hausmeister Bromm und der Technik AG. „Wenn Groß und Klein in der dunklen Jahreszeit zusammenkommen, um so viele engagierte Musiker zu sehen, dann ist in meinem Herzen schon Weihnachten“, sagte er.

Ensemble widmet sich der Filmmusik

An eine Welt, in der „Gewalt herrscht und in der gemordet und gebombt wird“, erinnerte Michael Korte. Dagegen rufe das Konzert zur Versöhnung auf und greife in vielen Stücken das Thema Frieden auf. Den Spendenerlös aus dem Konzert will die Schule an ein Kinderdorfprojekt in Indien spenden, das Kindern aus den ärmsten Schichten eine Ausbildung ermöglicht.

Ein neues Ensemble, die AWS Concert Band unter der Leitung von Steffen Karber und Dagmar Klinger, widmete sich speziell der Film- und Symphoniemusik. Das Ensemble hat rund 45 Mitglieder, darunter auch eine Streichergruppe, die mit ihren „Themes from Harry Potter“ eine gelungene Premiere feierte und am Ende einen Riesenapplaus einheimste.

Ein überraschendes Medley hatte der Grundkurs Musik 11 (Leitung Katharina Bittlinger und Dagmar Klinger), einstudiert. Das sanft gesungene Gloria ging nahtlos in das swingende „Christmas feeling“ über, das mehrstimmig in einen Kanon gipfelte. Ein schöner wie erstklassiger Beitrag, den auch das Ensemble „Jelly Beans“ (Leitung Kathrin Handstein) und der Unterstufenchor mit dem selbstgeschriebenen „Alle Jahre wieder stille Nacht“ fortsetzte.

Christmas Mashup und Klassiker zum Abschluss

Als „Four Voices“ standen Johanna Wagner, Noelle Behr, Jennifer Weilacher und Felix Wilms auch schon beim Amöneburger Songcontest während des Kulturspektakels auf der Bühne. Mit ihren schönen Singstimmen, die wunderbar harmonieren, begeisterten sie beim Adventslied „Maria durch den Dornwald ging“. In die amerikanische Weihnachtswelt entführte die Mini-Big-Band (Leitung Torsten Mihr und Steffen Karber) mit „Rudolph, the red nosed reindeer“. Für Gänsehautgefühl sorgte der Auftritt des „Random Sextetts“ mit dem Lied „If I ain‘t got you“ und „Silent Night“. Sängerin Dorothee Idahor, die im Sommer den Amöneburger Songcontest gewonnen hatte, kann nicht nur die hohen Töne wunderbar klar singen, auch die warmen, weichen Töne, die die Seele so schön zum Klingen bringen, liegen ihr gut. Jona Damm steuerte zum Stück ein perfektes Saxophonsolo zu.

„Peace I bring you“ und „Time to wonder“ widmete der Leistungskurs Musik 12 (Leitung Torsten Mihr) einer erkrankten Mitschülerin. Spontanen Zwischenapplaus gab es dabei für das Gitarren- und Bass-Solo von Maximilian Schäfer und Magdalena Willsch. „War is over if you want it“ - unter diesem Titel hatte der Musik-LK 13 von Michael Korte einen aus vielen Liedern bestehenden „Christmas Mashup“ vorbereitet.

Als letztes Ensemble trat die riesig angewachsene AWS-Big-Band unter der Leitung von Torsten Mihr und Michael Korte mit dem traditionellen „Herald Angel Swing“ ins Rampenlicht und stimmte zum Abschluss gemeinsam mit dem „All inclusive Chor“ (Leitung: Anna Klein) dem Schüler, Lehrer, Eltern und Ehemalige angehören, „Can‘t wait for Christmas“ an. Am Ende des Konzerts folgte ein Applaus, wie man ihn in der Stadtkirche wohl nur selten zu hören bekommt.

von Karin Waldhüter

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