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Schule hat Bedarf, Kreis prüft Zusammenarbeit

Herrenwaldstadion Schule hat Bedarf, Kreis prüft Zusammenarbeit

Bei der geplanten Herrenwaldstadion-Modernisierung setzt der Bürgermeister der Stadt Stadtallendorf auf eine Kooperation mit dem Landkreis als Schulträger. Von dort gibt es erste positive Rückmeldungen.

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Im nächsten Jahr wird in jedem Fall ein Kunstrasenplatz im Herrenwaldstadion saniert. Das ist ­bereits beschlossene Sache.

Quelle: Michael Hoffsteter

Stadtallendorf. Am Anfang stand ein Dialog mit der Leitung der Georg-Büchner-Schule über eine Kooperation bei der Sportstätten-Benutzung. Dort stieß Bürgermeister Christian Somogyi auf „offene Ohren“, wie er gegenüber der OP betont. Schließlich gebe es bei der Büchner-Schule auch Bedarf für Sportstätten im Freien. „Und was macht es für einen Sinn, an mehreren Stellen gleichzeitig zu investieren?“, fragt der Stadtallendorfer Bürgermeister in Richtung Kreis. Auch von dort gibt es positive Signale, wie die OP auf Anfrage bei der Pressestelle der Kreisverwaltung erfuhr. Zwar stünden die Verhandlungen mit der Stadt noch ganz am Anfang. Es bestünde ein grundsätzliches Interesse an einer Kooperation, heißt es von dort. Als Beispiele dafür, dass es das an anderer Stelle bereits gibt, nennt der Kreis die Hinterland-Kommunen Gladenbach und Bad Endbach.

Das Herrenwaldstadion in Stadtallendorf soll saniert werden. In den nächsten vier bis fünf Jahren sollen nach einer ersten Kostenschätzung rund 4,8 Millionen Euro in die Sportstätte fließen. 

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Somogyi selbst denkt bei einer Kooperation mit dem Landkreis möglicherweise an Investitionszuschüsse aber auch Nutzungsentgelte, ähnlich wie beim Hallenbad für das Schulschwimmen. Auch bei diesem Thema gibt es aktuell Gespräche zwischen Stadt und Landkreis (die OP berichtete). Entschieden ist beim Landkreis derzeit noch überhaupt nichts: Zunächst sei zu prüfen, welcher Bedarf bei den kreiseigenen Schulen in und um Stadtallendorf für die Nutzung des Herrenwaldstadions bestehe und in welcher Form die hieraus resultierende Nutzung gegenfinanziert werden könne, heißt es dazu vom Landkreis gegenüber dieser Zeitung.

Ausdrücklich wird dort der Gedanke Somogyis geteilt, dass Doppelinvestitionen der öffentlichen Hand keinen Sinn machen - wobei dies auch dem Steuerzahler nur schwerlich vermittelbar wäre. Die Prüfung des Kreises soll bis Anfang nächsten Jahres dauern.

In Urban Sersch, dem Leiter der Georg-Büchner-Schule, hat die Stadt in jedem Falle einen engagierten Fürsprecher in Sachen Zusammenarbeit. „Wir haben klaren Bedarf für ein modernisiertes Stadion“, sagt Sersch. Er verweist im Gespräch mit der OP auf die Tatsache, dass sich die Schule weiterhin konsequent auf dem Weg zur Ganztagsschule befindet. Zu einem Ganztagsbetrieb gehörten auch Ganztagsangebote im Freien.

„Außerdem ist es für Kinder und Jugendliche generell wichtig, dass sie den Sport im Freien sowohl aktiv als auch mal als Zuschauer erleben“, erläutert der Schulleiter weitere pädagogische Hintergründe.

von Michael Rinde

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Die Diskussion um eine umfassende Sanierung und Aufwertung des Herrenwaldstadions ist jahrzehntealt. Jetzt gibt es ein Konzept, das realisierbar scheint - wenn das Geld dafür da ist.

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