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Schule feiert sich und ihre Vielfalt

40-jähriges Bestehen Schule feiert sich und ihre Vielfalt

Die wichtigsten Ereignisse in der 40-jährigen Geschichte spielten sich in jüngster Vergangenheit ab - da ist sich das Kernteam, das die Feierlichkeiten zum runden Geburtstag organisiert, sicher.

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Nadine Kalbfleisch (von rechts), Klaus G. Thiem, Volker Schmidt sowie Barbara und Roland Schade bilden das Kernteam, das die Feierlichkeiten an der Schule organisiert.

Quelle: Florian Lerchbacher

Neustadt. Der erste Höhepunkt war natürlich die Einweihung der neuen Gesamtschule im Jahr 1974 zusammen mit dem inzwischen verstorbenen, damaligen Kultusminister Ludwig von Friedeburg. Danach seien die Fahrwasser eher ruhig gewesen, sagt Roland Schade, der von der Gründung bis zum Jahr 2009 pädagogischer Leiter der Einrichtung war. Erst im Jahr 2008 habe der nächste echte Höhepunkt angestanden: In dem Jahr beschloss der Kreistag die Umwandlung der Gesamtschule Neustadt in eine integrierte Gesamtschule. Damit erreichten die Neustädter ein Ziel, das sie eigentlich schon im Jahr 1972 hatten, betont Schade: „Wir wollten schon immer eine Schule für alle Begabungen sein - nicht reaktionär oder revolutionär, sondern mit Augenmaß.“

Umbenennung erfolgte im Jahr 2009

Im Jahr 2009 setzten die Neustädter dann noch einen weiteren, lang gehegten Wunsch um: Sie benannten die Schule in „Martin-von-Tours-Schule“ um, das heißt, die historische Figur aus dem Wappen Neustadts fand sich auch im Namen der Bildungseinrichtung wieder. „Das war eine große Diskussion in Neustadt, die in den 1980ern begann“, erinnert sich Volker Schmidt, der zu den ersten Schülern gehörte und inzwischen die Schule leitet. Von Anfang an sei klar gewesen, dass sich der heilige St. Martin für den Namen anbiete: „St.-Martin-Schule kam aber nicht in Frage - davon gab es schlicht schon zu viele.“ Und so fiel die Entscheidung für eine Variante.

Ein Jahr später entwickelte sich die Schule zur Teamschule weiter. Das bedeutete, dass sich die Schule komplett verändert hatte. Ganz kurz zusammengefasst, heißt das: Die klassische Form des Frontalunterrichts wurde durch Arbeit in Gruppen ersetzt, in denen sich die Schüler gegenseitig fördern. Zudem kümmert sich nicht mehr ein Klassenlehrer um die Schüler, sondern ein Team - ent-sprechend große Bedeutung hat eine der jüngsten räumlichen Neuerungen: die offene Lernlandschaft. Dazu passt das Leitbild „Gemeinsam miteinander voneinander lernen“. Landrätin Kirsten Fründt sagt dazu im Grußwort der Festschrift: „Selbständiges und freies, aber auch gemeinsames Lernen bildet die Kinder zu starken und zu sozial kompetenten Menschen.“

Schule hat sich verändert - auch in räumlicher Hinsicht

Der im vergangenen Jahr vollzogene Umbau ist auch der Grund, warum die Feierlichkeiten zum 40. Geburtstag nicht, wie eigentlich angezeigt gewesen wäre, 2014, sondern erst 2015 stattfinden. Dafür fallen sie nun umso ausgiebiger aus: Bereits in der kommenden Woche - genauer gesagt: am Freitag um 14 Uhr - geht es los mit der Eröffnung der Ausstellung „40 Jahre Gesamtschule Neustadt“. Zu jedem Schuljahr gebe es mindestens ein Plakat mit Bildern und einer Kerninfo. „Die Ausstellung kann jederzeit ergänzt werden“, hebt Schmidt hervor und will Ehemalige anregen, Input zu geben.

Ziel eines Konzertes am 27. Mai sei es, die Vielfalt der Schule zu zeigen - verschiedene Musikgruppen wollen dann ihr Können präsentieren.

Nach einem Vortrag Anfang Juni steht dann Mitte Juli der Abschluss an: Zunächst wird am 16. Juli „Die Gespensterburg AG“ gezeigt - also genau das Theaterstück, das bei der ersten Theateraufführung der Neustädter Schule im Jahr 1997 auf die Bühne kam. Zwei Tage später findet dann ein Tag der offenen Tür statt, der in ein Ehemaligentreffen abends im Haus der Begegnung mündet.

Termine

24. April, 14 Uhr, im Schulgebäude: Eröffnung der Ausstellung „40 Jahre Gesamtschule Neustadt“.

27. Mai, 18 Uhr, Haus der Begegnung: Konzert „Happy Birthday, Gesamtschule“ (zuvor, um 17 Uhr in der Schule: Begrüßung der geladenen Gäste).

2. Juni, 19 Uhr, in der Offenen Lernlandschaft der Schule: Prof. Dr. Matthias von Saldern referiert über das Thema „Schule heute“.

16. Juli, 18 Uhr, Haus der Begegnung: Theateraufführung „Die Gespensterburg AG“.

18. Juli, 10 Uhr, Schulgebäude: Tag der offenen Tür.

18. Juli, 18 Uhr, Haus der Begegnung: Ehemaligentreffen.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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