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Schüler und Lehrer erlaufen fünfstellige Spendensumme

Stiftsschule Schüler und Lehrer erlaufen fünfstellige Spendensumme

Lange hielten sich die Organisatoren des Sponsorenlaufs an der Stiftsschule zur eingespielten Summe zurück. Nun ist klar: Schüler und Lehrer erliefen 30000 Euro, die sie an Hilfsprojekte spenden.

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Schulleiter Hans-Georg Lang (rechts) und Tobias Brandt (links) übergaben in Deggendorf einen Spendenscheck an Hermann Wellner, den dritten Bürgermeister.Privatfoto

Amöneburg. „Nein, ich sage nichts zur erlaufenen Summe“, war der einzige Kommentar von Religionslehrer Tobias Brandt im Anschluss an den Sponsorenlauf der Stiftsschule St. Johann am Ende des vergangenen Schuljahrs. Der Organisator des Laufs und seine Mitstreiterinnen Pia Stürmann, Marion Schierl und Constanze Eckel hielten sich bedeckt, da sie zwar eine Gesamtsumme addiert hatten, die Höhe aber so unglaublich schien, dass sie abwarten wollten, was die Sponsoren tatsächlich spenden würden.

Nun wissen sie: Die errechnete Summe und die Zahlungseingänge stimmen überein. Die mehr als 600 teilnehmenden Schüler und Lehrer haben sage und schreibe 30000 Euro erlaufen, die drei Hilfsprojekten zugute kommen. Besonders beeindruckend ist dieses Ergebnis im Vergleich zum Spendenlauf vor fünf Jahren: Damals kamen 7500 Euro zusammen – was auch schon ein großartiges Ergebnis war.

Insgesamt liefen die Teilnehmer mehr als 7400 Runden à 800 Meter – was eine Strecke von knapp 6000 Kilometern ergibt. Woher aber kam die Skepsis, dass die erlaufenen Gelder nicht eingehen könnten? „Die Schüler und Schülerinnen geben im Vorfeld bei ihren Sponsoren Rundenzahlen an, die sie laufen würden, worauf sich die Sponsoren ausrechneten, was zusammenkommen könnte und pro Runde einen entsprechenden Geldbetrag angaben. Tatsächlich liefen die Schülerinnen und Schüler aber viel mehr Runden“, erklärt Stürmann.

Es sei verständlich, „dass bei großen Differenzen zwischen ‚Plan‘ und ‚Ergebnis‘ die Gönner der Schüler eventuell nicht den tatsächlich erlaufenen Betrag vollständig spenden“, ergänzt Schierl.

Geld fließt nach Bayern, Afghanistan und Uganda

Die damalige Sechstklässlerin Marie Groß erlief zum Beispiel 1150 Euro. Sie war im Vorfeld geschickt bei der Suche ihrer Sponsoren vorgegangen. Sie hatte ihnen das Vorhaben der Schule zugunsten dreier Hilfsprojekte erklärt und sie für das Projekt begeistert – entsprechend kam pro gelaufener Runde schnell eine stolze Summe zusammen. Je 10000 Euro gehen an drei Projekte. Als Langzeitprojekte unterstützt die Stiftsschule zum einen das „Afghanische Hilfswerk“ in Marburg – speziell dessen Projekt zur Errichtung und Unterhaltung von Mädchenschulen in der afghanischen Provinz Wardak, wo mittlerweile fünf solcher Schulen betrieben werden.

Zum anderen hilft die Stiftsschulgemeinschaft einem Projekt in Uganda, das ehemalige Kindersoldaten unterstützt und von der Schwester der Stiftsschullehrerin Pia Stürmann betreut wird.

Relativ kurzfristig kam vor den Sommerferien die Idee auf, angesichts der Flutkatastrophe in Bayern und im Osten Deutschlands Flutwasseropfern in Deggendorf Hilfe zukommen zu lassen.

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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