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Schüler sehen Koch und Maler über die Schulter

Berufsorientierung Schüler sehen Koch und Maler über die Schulter

Wie gelingt ein erfolgreicher Start in das Arbeitsleben? Antworten erhielten 170 Schüler der Alfred-Wegener-Schule während des erstmaligen Berufsorientierungstages

Kirchhain. Es duftete verlockend in der Küche der Alfred-Wegener-Schule. Der 16-jährige Simon Block, er besucht die Klasse R 9c, rührte gelassen in einem Topf, der bis oben hin mit Kürbissuppe gefüllt war, während die beiden vierzehnjährigen Schülerinnen Sina Exner und Sophie Buchholz aus Butter und Zucker Streusel für ein Zwetschgen-Crumble zubereiten. Unter der Leitung von Koch Christian Fett, vom Technologie- und Gründerzentrum, waren 20 Schüler gerade dabei erste Erfahrungen in der Küche zu sammeln. „Der Beruf des Kochs ist eher nichts für mich“, erzählen Jacqueline Gehrmann und Jana Burkert während sie Pesto auf ein Bruschetta streichen. Gut finden sie allerdings, dass sie heute die Möglichkeit haben einmal in den Beruf hineinzuschnuppern. Ein ganz anderes Resümee zieht Schülerin Melisa Buonsante (M 8a). Nachdem sie heute zum zweiten Mal Erfahrungen in dem Beruf des Malers und Lackierers sammeln konnte, ist sie sicher, dass sie ihren Wunschberuf gefunden hat. „Es hat mir heute gut gefallen und ich möchte im nächsten Jahr ein Praktikum machen“, erzählt die Schülerin. Hakan Kolat, Ausbildungsmeister der Firma Gade, hatte nicht nur eine Menge Materialien, wie Putz, Farben und Tapeten mitgebracht, sondern zeigte den Schüler auch wie man richtig tapeziert. In einzelnen Workshops informierten „Praktiker-Teams“ aus Ausbildern und Auszubildenden.

Berufswahlbüro hilft bei Bedarf

Insgesamt boten 14 Betriebe aus der Region 90- beziehungsweise 120-minütige Workshops an. Insbesondere über praktische Aufgaben konnten die Schüler in verschiedenen Berufszweigen, wie zum Beispiel Verwaltungsangestellte, Automobilkauffrau, Medientechnologe, Einzelhandel, Pharmazeutisch Technische Assistentin, Bäcker, Sport- und Fitnesskaufmann oder Kfz-Mechatroniker hineinschnuppern. Organisiert wurde der Tag von den Schulkoordinatoren zur Berufsorientierung Michael Marx, Irmela Beuermann und der Rektorin der Hauptschule Bettina Hühn-Lemmrich, Tanja Kuhl von der IHK-Kassel und Gertrud Nagel vom Berufsbildungszentrum (BBZ). „Wir wollen mit dem Berufsorientierungstag möglichst viele Schüler ansprechen und geballt verschiedene Berufsfelder vorstellen“, verdeutlicht Bettina Hühn-Lemmrich.

Um zu vermeiden, dass nur die klassischen Berufsfelder von den Schülern angewählt werden, hatte die Schule die Teilnehmer der Workshops festgelegt. Neben dem Berufsorientierungstag bietet das Projekt „Berufswahlbüro“ den Schülern seit etwa anderthalb Jahren die Möglichkeit an der Schule Unterstützung beim Übergang in den Beruf zu finden. Geleitet wird das Berufswahlbüro von Gertrud Nagel. Das Berufswahlbüro der Schule ist ein Gemeinschaftsprojekt der Industrie- und Handelskammer Kassel, des Berufsbildungszentrums Marburg, sowie der Agentur für Arbeit Marburg.

von Karin Waldhüter

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