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Schüler schwimmen für ihr Freibad

Sponsorenschwimmen Schüler schwimmen für ihr Freibad

Kinder der Grundschule Rauschenberg und Bracht gingen im Schwimmbad in der Kernstadt ins Wasser, um Geld für ein Karussell für das Freigelände zu erschwimmen. Am Ende kamen bei der Aktion 2000 Euro zusammen.

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41 Kinder hatten jeweils 15 Minuten Zeit, um möglichst viele Bahnen zu schwimmen. Die Besten kamen auf 20 Stück.

Quelle: Klaus Böttcher

Rauschenberg. Es ist ideales Wetter für den Besuch im Freibad. Entsprechend sind die Kinder und die Lehrkräfte der Grundschule Rauschenberg und Bracht gut gelaunt, während sie sich im Freibad tummeln. Insgesamt 41 Kinder wollen möglichst viele Bahnen schwimmen, um Geld für Spielgeräte für das Freigelände zu erschwimmen - das soll schließlich attraktiver werden.

Linus kommt gerade aus dem Wasser. Er hat in 15 Minuten 13 Bahnen geschafft. „Das ist viel“, meint Henry, aber Bülent ergänzt: „Manche schaffen auch 20 Bahnen.“ Das Fazit der begeisterten Schulleiterin Nicoletta Pfrommer: „Alle haben ihr Bestes gegeben, ich bin glücklich, dass so viel zusammengekommen ist.“

Lehrerin Alexandra Schauß steht mit der Stoppuhr und einem Schreibbrett am Beckenrand. Immer wieder kommen Fragen von den tapferen Schwimmern: „Wie lange noch, Frau Schauß?“ oder „Wie viele Bahnen habe ich schon?“ Geduldig beantwortet sie alle Fragen - und vergisst dabei nicht, Striche für die geschwommenen Bahnen zu machen. Zu ihren Helfern gehört Schwimmmeister Marlon Barth. Für ihn ist es besonders schwer, den Überblick zu behalten, weil er nicht alle Kinder kennt.

Kuchenspenden bringen weitere 225 Euro ein

Wer nicht gerade schwimmt, feuert lautstark die Mitschüler an, vergnügt sich auf der Wiese oder am Kiosk. Dort gibt es Hot-dogs, kühle Getränke sowie Kaffee und Kuchen, den Freiwillige für die Aktion gespendet haben. So kommen aus dem Kuchenverkauf schon einmal 225 Euro zusammen.

„Wir wollen das Freibad am Ort erhalten“, ist laut Pfrommer die Motivation dafür, mit allen Kindern ins Freibad zu gehen, um mit einem Sponsorenschwimmen Geld zu sammeln. Sie selbst ist auch eine begeisterte Besucherin des Rauschenberger Bades.

Alexandra Schauß leitet die Schwimmausbildung für die Jahrgangsstufen drei und vier der Schule. Die Regeln des Sponsorenschwimmens seien ganz einfach, erklärt sie: „Jedes Kind, das mindestens das Bronzeabzeichen hat oder bekanntermaßen 15 Minuten am Stück schwimmen kann, darf teilnehmen.“ Rund 90 Sponsoren hatten sich vorher bereiterklärt, für jede geschwommene Bahn einen gewissen Betrag zu spenden. Insgesamt kommen 1800 Euro zusammen.

Die sollen am besten in ein Karussell fließen. Das alte musste aus Sicherheitsgründen wegen eines Defektes abgebaut werden, berichtet Marlon Barth und betont: „Das war eine Attraktion für die Kinder. Die Anschaffung eines neuen Karussells wäre schön, aber das kostet etwa 2 500 Euro.“ Das Geld reicht also nur fast - aber Philipp, Linus, Theo, Henry, Elias und Bülent, die ständige Badegäste sind, haben noch andere Ideen, um das Bad attraktiver zu machen. Aus ihnen sprudeln die Wünsche nach Spielgeräten nur so hervor. Die meisten sind für das Wasser gedacht - aber ein neues Karussell wäre schon toll, sind sie sich einig.

von Klaus Böttcher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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