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Schüler schließen Finanzierungslücke

Spende Schüler schließen Finanzierungslücke

„Lasst uns gut sein, lasst uns helfen, lasst erkennen uns die Not“, heißt es in dem Schulllied der Mardorfer St. Martin Schule. Das Lied wurde passend zu einer Spendenübergabe gesungen.

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Mitglieder des Schülerrates der St. Martin Schule übergaben die Spenden an Armin Hedwig vom Vorstand des Vereins St. Francis-Rakai-Initiative (Mitte) und an Stefanie Hecklinger, Geschäftsführerin des Tierheims Cappel. Rechts: Bürgermeister Michael Plettenberg.

Quelle: Freya Altmüller

Mardorf. 1520 Euro übergab der Schülerrat an Armin Hedwig vom Vorstand des Vereins St.-Francis-Rakai-Initiative. Das Geld hatten die Kinder beim Martinsmarkt der Schule eingenommen.

Damit konnte die Finanzierungslücke von 6000 Euro für einen Speisesaal an der St.-Francis-Schule in Rakai in Uganda abgeschlossen werden. Das Geld wurde von Privatpersonen, Vereinen und Firmen aus Amöneburg und seinen Stadtteilen aufgebracht.

Die Idee für die „Amöneburg Dining Hall“ sei im Rathaus entstanden, als Armin Hedwig dort von der Schule berichtete, erklärte Bürgermeister Michael Plettenberg bei der Spendenübergabe. „Danke für das, was ihr geleistet habt“, sagte er zu den Kindern.

Am 1. Februar 2016 hatte die Amöneburger Stadtverordnetenversammlung die Patenschaft für die „Amöneburg Dining Hall“ übernommen. Damit sollte ein Entwicklungshilfeprojekt in Uganda unterstützt werden. Es ging um die Finanzierung eines Speisesaals in der St.-Francis-Schule für Aids-Waisenkinder in der Region Rakai, für die sich der ehemalige Stiftsschullehrer Armin Hedwig mit dem in Marburg ansässigen Förderverein seit Jahren einsetzt.

Tische und Bänke selbst hergestellt

Hedwig erklärte: „In der Halle können die Schüler geschützt vor Regen und starker Sonnenbestrahlung essen.“ Vorher hätten sie ihre Mahlzeit auf der Erde des Schulhofs sitzend eingenommen, erklärte der Lehrer. Die Tische und Bänke für den Speisesaal hätten die Schülerinnen und Schüler im Werkunterricht unter Anleitung einer Fachkraft selbst hergestellt, ergänzte Hedwig.

Nach Angaben des Fördervereinsvorsitzenden erschien zur Einweihung des Gebäudes der deutsche Botschafter in Uganda, Dr. Peter Blomeyer. Der habe bei diesem Anlass gesagt, dass er ein derartiges Projekt vorher noch nie gesehen habe.

Spenden in Höhe von 85000 Euro hat der Verein bisher akquiriert und in die Schule investiert. Dafür wurden unter anderem zwei Schlafsäle für Jungen und Mädchen gebaut. Rund 430 Schüler besuchen die Einrichtung; fast die Hälfte sind Aids-Waisen, die übrigen kommen aus armen Verhältnissen. Als nächstes plant der Verein ein Lehrerhaus, das den Lehrkräften Fußwege von bis zu sieben Kilometern ersparen soll.

„Nicht nur den Menschen geht es manchmal nicht so gut, auch viele Tiere müssen Not leiden“, sagte eines der Kinder bei der Spendenübergabe. Deshalb entschied der Schülerrat, auch dem Tierheim Cappel 380 Euro zu spenden. Geschäftsführerin Stefanie Hecklinger erklärte, das Geld solle den Katzen zugutekommen.

von Freya Altmüller

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