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Schüler profitieren von mehr als 500 Jahren Berufserfahrung

Berufsorientierung Schüler profitieren von mehr als 500 Jahren Berufserfahrung

Polizist? Journalist? Pilot? Arzt? Oder doch lieber Industriedesigner? Elftklässler der Alfred-Wegener-Schule durften einmal mehr zahlreiche Experten über die Vor- und Nachteile ihrer Berufe löchern.

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Jürgen Schlick (links) sprach über die Arbeit als Polizist. Isabel Baum (eingeklinkt) fotografierte die Szene – als Feldversuch nach ihrem Orientierungsgespräch über Journalismus.

Quelle: Foto: Lerchbacher

Kirchhain. Rund 30 Repräsentanten verschiedener Berufsfelder hatte der Rotary-Club Alsfeld um Dr. Martin Heinzl an die Alfred-Wegener-Schule nach Kirchhain gelotst, damit Schüler ihnen Löcher in den Bauch fragen konnten - was die Elftklässler dann auch taten: Was verdient man? Wie sind die Arbeitszeiten? Was für Aufgaben gibt es zu erledigen? Wie sind die Arbeitsbedingungen? Und das sind nur vier der Fragen, die die Schüler größtenteils unverblümt und ohne jegliche Scheu den Fachleuten stellten.

Manche Gesprächspartner hatten sie sich im Vorfeld gezielt gesucht. Auf andere wurden die Jungen und Mädchen erst durch Zufall während der Veranstaltung aufmerksam, als sie merkten, dass der ein oder andere Beruf vielleicht doch nicht so uninteressant ist - manchmal weckte aber auch erst der Experte durch Insiderinformationen das Interesse an seinem ­Arbeitsfeld.

Polizist lud zum Vertiefungsgespräch ein

Insgesamt standen den Schülern fast 1000 Jahre an Lebens- und 500 Jahre an Berufserfahrungen als Informationsquellen zur Verfügung. Die verschiedensten Felder waren vertreten: vom Arzt über die Bundeswehr bis zum Hessischen Staatsarchiv. Hinzu kamen aber auch der Internationale Bund, die Arbeitsagentur oder das Rote Kreuz.

Erstmals dabei war Jürgen Schlick, stellvertretender Pressesprecher und Einstellungsberater von der Polizei in Marburg. Er hielt zahlreiche Informationen bereit und lud interessierte Schüler dann auch gleich zu einem 90-minütigen Beratungstermin in seiner Dienststelle ein.

An der Schule an sich habe er vornehmlich aus dem Nähkästchen geplaudert und Grundinfos gegeben, beim Beratungstermin informiere er die Schüler dann beispielsweise über das Eignungsauswahlverfahren, Konzentrationstests und vieles mehr. „Wir haben die doppelte Anzahl an Studienplätzen im Vergleich zum vergangenen Jahr“, betonte er im Gespräch mit dieser Zeitung.

Grundvoraussetzung für eine Anstellung bei der Polizei: Kandidaten brauchen Fachabitur oder eine Meisterprüfung und dürfen nicht älter als 32 sein.

von Florian Lerchbacher

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