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Schüler nehmen regen Anteil am Leben in Oberguinea

Spende Schüler nehmen regen Anteil am Leben in Oberguinea

Rund 100 Jungen und Mädchen aus verschiedenen Klassen der Alfred-Wegener-Schule beteiligten sich an einer Projektwoche mit dem Ziel, eine Realschule in Afrika zu unterstützen.

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Diese Schüler sammelten für den Weiterbau einer Realschule in Oberguinea.Foto: Karin Waldhüter

Kirchhain. Die Motivation war groß, der Einsatz riesig. Zahl­reiche Schüler engagierten sich, um den Weiterbau einer Schule in Fodécariah in Oberguinea zu unterstützen. Im Februar beschäftigten sich die Schüler der Klassen M6a, M6b und M6c während einer Projektwoche mit der Kinderarmut in Afrika und der afrikanischen Kultur. Sie stellten Seifen und afrikanische Musikinstrumente her und gestalteten Teelichter.

Während des Tages der offenen Tür verkauften sie ihre Produkte und spendeten den Erlös ebenso wie die Klassen M5c und R10b, die mit Unterstützung der Klasse R6b Kuchen verkauften.

Das Geld übergaben sie dem Verein „Bildungsförderung in Oberguinea“, dessen Ziel es ist, in Fodécariah ein neues Gebäude für die Realschule zu finanzieren, wie Sabine Harenberg berichtete. Sie ist Französischlehrerin an der Alfred-Wegener-Schule und Bindeglied zwischen Schule und Verein.

Partnerschaft ist das Ziel

Der Fachbereich Französisch strebe eine Partnerschaft an, die vor allem durch einen persönlichen Bezug der Schüler hergestellt werden solle, berichtete sie. Bereits jetzt nehmen die Kinder regen Anteil am Leben der Schüler in Fodécariah. Ein Austausch von Bildern und Berichten finde statt und fördere so letztendlich auch die Französischkenntnisse der Schüler, da die Amtssprache in Oberguinea Französisch ist. „Die Schüler lernen Gleichaltrige kennen, die komplett anders leben“, betont Harenberg. Die Armut sei groß, es gebe dort kein fließendes Wasser und keinen Strom. „Es ist für unsere Schüler eine Bereicherung, die Kultur und das dortige Leben kennen zu lernen und vermittelt zu bekommen, dass sie sogar helfen können, indem sie Kuchen verkaufen“, verdeutlicht Harenberg.

Im Juni 2011 hatte Martine Clémot, die Vorsitzende des Vereins, die Alfred-Wegener-Schule besucht und das Projekt vorge­stellt. Seitdem unterstützten die Kirchhainer Schüler das Projekt mit unterschiedlichen Aktionen. „Schön ist, dass das Geld nicht irgendwo hingeht, wir kennen die Personen persönlich“, unterstreicht Harenberg. In Zukunft soll ein Schaukasten auf dem Schulhof über das Projekt informieren.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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