Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Regenschauer

Navigation:
Schüler machen Schüler mobil

Spende Schüler machen Schüler mobil

Während ihrer Weihnachtsfeier überreichten die Mardorfer Grundschüler zwei Schecks für wohltätige Zwecke. Sie spendeten - wie immer - die Einnahmen des Martinsmarkts.

Voriger Artikel
Skatclub feiert 50-jähriges Bestehen
Nächster Artikel
Kirchhains Neujahrsmarkt liegt in neuen Händen

Die Schüler überreichen Karl Kreh von der Elterninitiative (links) und Anke Rausch zwei Schecks.Foto: Yanik Schick

Mardorf. Für Anke Rausch war es das vermutlich schönste Weihnachtsgeschenk in diesem Jahr: Schon wenige Tage vor dem Fest überreichten ihr die Mardorfer Grundschüler eine Spende in Höhe von 1000 Euro. Mit diesem Betrag hat die gebürtige Roßdorferin nun endlich das Geld zusammen, um ein lang ersehntes Projekt in die Tat umzusetzen: In der nigerianischen Kleinstadt Igume soll demnächst ein Bus angeschafft werden, mit dem die Kinder täglich zur Grundschule fahren können. „Viele Schüler müssen dort mehrere Kilometer laufen“, berichtete Rausch, die von 2009 an ein Jahr lang in Igume gelebt und gearbeitet hat, „andere werden aber auch von ihren Vätern mit dem Motorrad gefahren und tragen keinen Helm. Dabei sind schon Unfälle passiert.“

Zweimal hatte die Grundschule Mardorf bereits in den vergangenen Jahren für den Kauf eines Schulbusses gespendet. Sie trägt also einen erheblichen Anteil daran, dass die erforderliche Summe nun zusammengekommen ist: 1,5 Millionen Naira, umgerechnet etwa 7500 Euro, wird der Bus voraussichtlich kosten.

Wie in jedem Jahr hatte die St.Martin-Schule die Einnahmen ihres Martinsmarktes dazu genutzt, um wohltätige Zwecke mit Spenden zu unterstützen. Insgesamt 1250 Euro erwirtschaftete sie diesmal, davon kam allein ein Drittel durch den Eintritt zum Musical „Die hyperfantastische Zeitmaschine“ in die Kasse. „Wir wollen den Kindern mitteilen, dass Abgeben und Spenden total wichtig ist“, erklärte Schulleiterin Elisabeth Schäfer, „das gehört einfach zu unserem Schulprofil.“

Um den Kindern selbst Verantwortung zu übertragen, entscheidet alljährlich der Schülerrat in Rücksprache mit den Klassen darüber, wohin 20 Prozent der Martinsmarkt-Einnahmen fließen.

Diesmal gingen die verbliebenen 250 Euro an die Elterninitiative für leukämie- und tumorkranke Kinder Marburg.

von Yanik Schick

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr