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Schüler isolieren Bienen-DNA

Forschung Schüler isolieren Bienen-DNA

Aus der Theorie wird Praxis: Zwölftklässler der Alfred-Wegener-Schule erforschen während eines Praktikums am Bieneninstitut den genetischen Fingerabdruck des Honigsammlers.

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Schülerin Betül Sakinir (rechts) zerstampft Bienen mit einem Mörser, um später ihre DNA zu bestimmen. Dr. Reinhold Siede (links) vom Bieneninstitut erklärt den Schülern, wie sie erkennen, ob die Bienen mit dem tödlichen Pilz Nosema infiziert sind.

Quelle: Nadine Weigel

Kirchhain. Erst einmal wird’s eklig: Mit einem Mörser zermatscht Schülerin Betül Sakinir einige Bienen bis nur noch Brei übrig ist. Sie verzieht das Gesicht, ringt sich aber ein Lächeln ab: „Das ist eben Wissenschaft.“ Auch wenn dies nicht unbedingt etwas für Zartbesaitete ist, sind die Schüler des Biologie-Leistungskurses der Alfred-Wegener-Schule mit Eifer dabei. An zwei Tagen lernen sie Wissenschaft und ganz besonders Genetik hautnah kennen. Sie machen ein Praktikum im hessischen Bieneninstitut.

Doch die Schüler erproben nicht einen künstlich simulierten Zustand, sondern eine auch in der Region verbreitete Krankheit bei Bienen: Die Nosemose. Die Schüler isolieren die DNA des Honigsammlers, um dem die Krankheit hervorrufenden Pilz Nosema auf die Spur zu kommen.

„Diese Krankheit führt immer wieder zu Bienenschwund“, erklärt Dr. Reinhold Siede, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bieneninstitut. Er erläutert den jungen Forschern die verschiedenen Arbeitsschritte. Die Schüler nehmen dazu Feldproben, sodass ihre Ergebnisse einen tatsächlichen Nutzen für das renommierte Institut haben.

von Nadine Weigel

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Dienstagsausgabe der OP.

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