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SchuB-Klassen gestalten die Büchner-Schule um

Engagement SchuB-Klassen gestalten die Büchner-Schule um

Wenn Sebastian und Benjamin dienstags in die Georg-Büchner-Schule gehen, greifen sie derzeit nicht zu ihren Büchern sondern zum Malerpinsel.

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Angeleitet von Karl Brandt (von links) übertrugen Nina Weinert, Cosimo Palumbo, Laura Dippel, Benjamin Hirte und Sebastian Körner aufwendige Motive auf die Flurwände.Fotos: Waldhüter

Stadtallendorf. Gemeinsam mit 13 weiteren Schülern besuchen Sebastian und Benjamin die Klasse SchuB H9c der Georg-Büchner-Schule. SchuB steht für „Lernen und Arbeiten in Schule und Betrieb“. Drei Tage heißt es Unterricht in der Schule, zwei Tage lernen die Schüler in einem Betrieb. Der Unterricht ist projektorientiert, zudem gibt es eine sozialpädagogische Begleitung.

Derzeit sind die Schüler in einem zusätzlichen, vertiefenden Projekt zur Berufsorientierung in der Georg-Büchner-Schule tätig. „Aufgeteilt in drei Gruppen lernen die Schüler abwechselnd die Berufsfelder Bäcker, Maler- und Lackierer und Chemielaborant kennen“, berichtet Klassenlehrerin Erika Brandt.

Drei Wochen lang lernen die Schüler immer dienstags die einzelnen Berufsfelder näher kennen. Sie besuchen das Chemikum in Marburg, backen gemeinsam mit dem Ökotrophologen Edgar Schröer Brot und bereiten verschiedene Brotaufstriche zu, die später an einem Stand zur Verköstigung angeboten werden.

Angeleitet von Karl Brandt gestalten die Schüler die Wände im naturwissenschaftlichen Trakt aufwendig mit Motiven aus dem naturkundlichen Bereich. „Ich lerne während der Berufsorientierung viele Berufe kennen. Das bringt mir viel und macht mir die Berufswahl leichter“, erklärt Sebastian Körner, während er sorgfältig ein Mikroskop auf die Wand aufträgt.

Den Beruf des Malers will er allerdings nicht ergreifen. Nach dem Ende seiner Schulzeit plant er eine schulische Ausbildung im Bereich Metallbau anzuschließen. „SchuB-Klasse bedeutet kein Hindernis auf dem Weg in eine höhere Qualifizierung“, betont Sozialpädagogin Ursula Gorski. Die Schüler seien in den Hauptfächern wie Mathe, Deutsch und Englisch gut ausgebildet und stünden anderen Absolventen der Hauptschulklassen in nichts nach. „Vielmehr haben die Schüler durch ihre Praktika bereits eine hohe Lebenserfahrung erworben“, unterstreicht sie.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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