Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Schotter macht Bahn zumindest ansehnlich

Herrenwaldstadion Schotter macht Bahn zumindest ansehnlich

Die Arbeiten an der Stehplatztribüne und der früheren Laufbahn sind überfällig. Jetzt nimmt die Stadt Geld in die Hand - auch, um sich beim Divisionsappell am 12. Juni gut zu präsentieren.

Voriger Artikel
Zurück und gleich wieder im Alltag
Nächster Artikel
Eine deutliche Geste an die Soldaten

Burkhard Bierson (links) und Johannes Schnell verteilten Schotter auf der früheren Laufbahn. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Es passiert etwas im Herrenwaldstadion: Wo bis vergangene Woche noch die Reste von Laufbahnen zu erkennen waren, liegt Kies. An den Stehtribünen sind Arbeiter damit beschäftigt, sprießendes Unkraut herauszuholen und die Stufen zu richten. Das Gehölz wird geschnitten. Alles das waren Wünsche, die seit langem auf der Liste des TSV Eintracht Stadtallendorf standen. Jetzt nimmt sie die Stadt in Angriff. In der Vergangenheit hatte die Stadtverwaltung das immer wieder vor sich hergeschoben. Angesichts der Tatsache, dass die Division Schnelle Kräfte am 12. Juni dort einen großen öffentlichen Appell ausrichtet, hat sich die Stadt entschieden, jetzt zu handeln.

Im Ausschuss für Grundsatzangelegenheiten und Finanzen informierte die Verwaltung offiziell über die Arbeiten mit einer Vorlage. Rund 65000 Euro kosten die Arbeiten, um das Herrenwaldstadion ansehnlicher werden zu lassen - und beispielsweise auch die Sicherheit der Stehtribüne. Die Summe irritierte Michael Feldpausch (B90/Die Grünen) zunächst merklich: „Das alles für drei Stunden Showveranstaltung?“

Dem traten Redner der übrigen Fraktionen und Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) energisch entgegen. Zunächst erinnerte Somogyi daran, dass sämtliche Arbeiten einen nachhaltigen Wert „von mindestens zehn Jahren“ hätten und eigentlich schon lange anstünden. Stadtallendorf habe bei der Ausrichtung dieses Appells der DSK zunächst in Konkurrenz zu Berlin und Wiesbaden gestanden und letztlich den Zuschlag bekommen.

„Wir zeigen damit auch, dass wir die Bundeswehr hier haben wollen“, sagte unter anderem Dieter Erber (CDU). Stadtverordnetenvorsteher Hans-Georg Lang nannte den großen Appell am 12. Juni einen mehrfachen Glücksfall. Stadtallendorf könne für sich werben. „Außerdem ist es ein Glücksfall, dass im Stadion jetzt etwas gemacht werden muss. Denn das ist längst überfällig“, betonte der Parlamentschef.

Werner Hesse (SPD) übte deutliche Kritik am Informationsgehalt der Vorlage der Verwaltung. Sie sei schlecht, weil aus ihr eigentlich nicht hervorginge, was passiere und dass es sich um nachhaltige Arbeiten handele. Bürgermeister Somogyi räumte das ein und entschuldigte sich für die Ungenauigkeit.

Die Arbeiten im Stadion laufen bereits und sind offensichtlich. Der Magistrat hat die Aufträge vergeben. Rund 45000 Euro kosten die Arbeiten von Fachfirmen, weitere 20000 Euro fallen intern für den Einsatz des Bauhofteams an.

Im vergangenen Jahr hatte Somogyi bereits angekündigt, dass es weitere Planungen für Sanierungen im Herrenwaldstadion geben sollte. Ein Konzept dafür steht noch aus. Ein Punkt dieser Planungen sollte auch die Zukunft der Laufbahnen sein. Sie sind schon seit Jahren in miserablem Zustand und wegen einer Unterbrechung an der Haupttribüne nicht mehr nutzbar. Inwieweit es jetzt dauerhafte Sanierungen geben wird, blieb im Ausschuss ungeklärt.

Der große Appell der Division Schnelle Kräfte am 12. Juni dürfte eine der größten Veranstaltungen der Bundeswehr in den vergangenen Jahren werden. Damit wird vor allem der Abschluss der Umgliederung der Division gewürdigt. Außerdem gibt es den Wechsel im Divisionskommando. Laut Bürgermeister Somogyi werden rund 5000 Gäste erwartet.

von Michael Rinde

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr