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"Schönes Miteinander" endet beim Ehrenvorsitzenden

Feier "Schönes Miteinander" endet beim Ehrenvorsitzenden

Erst Musik, dann Sketche und zum Abschluss Rührei - das Wintervergnügen des Gesangvereins "Tafelrunde" ist vielfältig. Rund 100 Besucher kamen deshalb wieder einmal ins Bonifatiushaus.

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Die Sing- und Spielkompanie unterhielt mit Gesang und einem Sketch.

Quelle: Yanik Schick

Amöneburg. Die musikalischen Beiträge der drei „Tafelrunde“-Chöre waren längst vorüber, das Publikum im Bonifatiushaus ließ den Abend unter der Moderation von Horst Braun ausklingen. Doch der Vorsitzende des Gesangvereins hatte sich zu fortgeschrittener Stunde noch etwas einfallen lassen. Er verteilte Liedzettel, auf denen die Refrains bekannter Klassiker wie „Wer soll das bezahlen?“ oder „In München steht ein Hofbräuhaus“ abgedruckt waren.

Und als die etwa 100 Gäste nun selbst all diese Lieder der Reihe nach anstimmten, war Braun schon ein wenig stolz. „Man sieht, die Tafelrunde hält zusammen“, sagte er und betonte: „Wir sind ein sehr traditionsbewusster Verein.“

Zuvor hatten die drei Chöre, die sich aus drei unterschiedlichen Sänger-Generationen zusammensetzen, den Abend beim traditionellen Wintervergnügen eröffnet. Das Ensemble „Voices of Castle“ machte den Beginn. Für die 15 Jugendlichen - 14 Mädchen und ein Junge - war es der zweite Auftritt beim Wintervergnügen. Laut Michaela Graff, der Zweiten Schriftführerin des Vereins, habe der Chor seit der Premiere 2015 deutlich an Zulauf gewonnen. Diesmal sang er unter anderem den modernen Hit „Ain’t Nobody“. Den abschließenden Titel „This lit­tle light of mine“ gab der Nachwuchs sogar auswendig wieder.

„So leb dein Leben“ - einer der Höhepunkte des Abends

Danach war der Gemischte Chor an der Reihe, in dem einige der langjährigsten Vereinsmitglieder auftreten. „Danke für die Lieder“ (Abba) und „Für Frauen ist das kein Problem“ (Max Raabe) hatte der Stammchor einstudiert und schließlich stimmungsvoll interpretiert. Nach diesen beiden Stücken bekam er auf der Bühne Unterstützung von „Cantanama“, dem dritten Chor der Tafelrunde, in dem nicht nur Amöneburger, sondern auch Stadtallendorfer und Kirchhainer mitsingen. Dieser sogenannte Projektchor intonierte nun gemeinsam mit dem Gemischten Chor „So leb dein Leben“ - einer der Höhepunkte des Abends. Zum Abschluss bekam „Cantanama“ auch die Möglichkeit, mit zwei eigenen Liedern zu beeindrucken.

Doch beendet war das Wintervergnügen im Bonifatiushaus damit noch lange nicht. Es folgten wie gewohnt weitere musikalische Einlagen der Music Mix Band sowie zahlreiche Sketche der Sing- und Spielkompanie. Horst Braun unterhielt die Gäste zwischendurch mit Witzen, kleineren Geschichten und Rätseln. „Wir wollen den Mitgliedern etwas bieten, mit diesem Abend etwas für das Vereinsleben tun“, betonte Braun später.

Nachdem die Band gegen zwei Uhr in der Nacht das letzte Lied gespielt hatte, zogen die letzten verbliebenen Besucher einmal mehr zum Haus des Ehrenvorsitzenden Helmut Graff, um dort bei Rührei die ausgiebigen Feierlichkeiten abzurunden. Schon seit mehr als 30 Jahren läuft das so. „Es hat sich irgendwann eingebürgert“, erinnerte sich Michaela Graff, die das Wintervergnügen als „schönes Miteinander“ beschrieb.

von Yanik Schick

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