Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Schilder appellieren an Hundehalter und Spaziergänger

Stadtallendorf Schilder appellieren an Hundehalter und Spaziergänger

Die Jagdgenossen verwendeten den Schadenersatz nach einem Hundeangriff auf ein Reh für die Anfertigung von Schildern und den Bau von Nistkästen.

Voriger Artikel
Emmerich fühlt sich wohl in neuer Rolle
Nächster Artikel
Schulleiterin will Ruhe für die Kinder

Peter Glinski steht mit Nistkasten in der Hand zusammen mit Bernhard Vöhl vor einer der neuen Hinweistafeln.Foto: Böttcher

Stadtallendorf. Anfang März hatte ein Schäferhundmischling sich losgerissen und ein trächtiges Reh gehetzt, eingeholt und in den Hinterlauf gebissen. Das Reh war so schwer verletzt, dass es durch einen Jäger erschossen werden musste (die OP berichtete) Der Hundehalterin wurde der Schaden in Rechnung gestellt.

Den Jagdgenossen in Niederklein ist es wichtig, dass das Geld sinnvoll verwandt wird. So wurden 15 Schilder angefertigt und in der Gemarkung angebracht. Auf einem großen Bild ist ein Reh mit Rehkitz zu sehen. In großer Schrift steht da: „Liebe Naturfreunde nehmt Rücksicht aufs Wild“. Am Rande des Schildes stehen noch bebilderte Verhaltensregeln: „Hunde anleinen, Tiere nicht stören, kein Feuer machen, keinen Müll hinterlassen, mit Pferden auf Wegen bleiben und keine Querfeldeinrallye mit Fahrrädern.“ 100 der 350 Euro Schadenersatz bekam Theo Groll für Material zur Anfertigung von Nistkästen. Der Natur- und Vogelfreund aus Niederklein hat schon 46 Nisthilfen in der Gemarkung aufgehängt. Das gesponserte Geld der Jagdgenossen spendet er regelmäßig weiter für ein Waisenhaus. Die Niederkleiner Jagdgenossen Bernhard Vöhl und Helmut Feußner haben noch mehr Anliegen an Hundehalter, etwa die Verunreinigung der Grassilage in Niederklein auf einer Fläche von 110 Hektar. Deshalb wurden von den Landwirten in Verbindung mit der Jagdgenossenschaft Schilder aufgestellt, auf denen Hundebesitzer gebeten werden, dass ihre Tiere keinen Kot auf Wiesen und Feldern hinterlassen sollen. Dadurch werde die Ernte verschmutzt und es könnten Krankheiten übertragen werden. Sie weisen außerdem darauf hin, dass kleinere Hunde schnell im Fuchsbau stecken bleiben können und womöglich durch einen Feuerwehreinsatz gerettet werden müssen.

Peter Glinski, der Vorsitzende der Hegegemeinschaft Marburg 3 Ost, meint: „Hunde sollen in der jetzigen Zeit an der Leine geführt werden.“ Trotz aller Hinweise sagt Helmut Feußner aber auch ausdrücklich: „Der Spaziergänger soll mit dem Hund Spaß in der Natur haben.“

von Klaus Böttcher

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr