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Schicksal, das aus dem Raster fällt

Prozess Schicksal, das aus dem Raster fällt

Helmut Henß aus Langenstein braucht ein Notrufsystem, um ärztliche Hilfe zu verständigen, wenn sein Defibrillator anspringt. Doch im Zuständigkeitsgerangel bleibt Unterstützung bisher aus.

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Helmut Henß aus Kirchhain-Langenstein muss sein lebenswichtiges Notrufsystem privat finanzieren.

Quelle: Thorsten Richter

Langenstein. Drei Herzinfarkte hat Helmut Henß mit viel Glück überlebt, doch sein schwaches Herz kämpft wiederholt mit Kammerflimmern, ohne Hilfe droht ein Herzstillstand. Deswegen bekam er 1990 einen Defibrillator implantiert.

Dieser ist schon einige Male angesprungen, hat ihm in letzter Sekunde das Leben gerettet. In dieser körperlichen Ausnahmesituation muss Henß dringend in ärztliche Obhut. Den Notarzt hat dann immer seine Frau verständigt, doch diese starb im letzten Jahr. Jetzt ist Henß auf ein Notrufsystem angewiesen, mit dem er per Knopfdruck den Arzt verständigen kann, wenn ihn der Defibrillator wieder schocken sollte.

Für die Kostenübernahme dieses lebenswichtigen Systems will allerdings bislang keiner aufkommen. Die Krankenkasse verweist darauf, dass das System nicht im Hilfsmittelkatalog enthalten ist, auf dessen Basis Krankenkassen bewilligen. Die Pflegeversicherung zahlt nur in Verbindung mit der Einstufung in eine Pflegestufe, doch Helmut Henß ist nicht pflegebedürftig.

von Tim Gabel

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