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Scheune offenbart Charakter und Größe

Gemeinschaftshaus im Kostenplan Scheune offenbart Charakter und Größe

In den vergangenenWochen hat sich in der Kratz‘schen Scheune viel getan. Davon überzeugten sich rund 30 Bürger am Donnerstagabend bei einer öffentlichen Sitzung des Ausschusses Gemeinschaftsräume.

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Bürger und Stadtverordnete nahmen am Donnerstagabend den großen Saal des werdenden Rauschenberger Gemeinschaftshauses in Augenschein. Im Obergeschoss (kleines Foto) lässt sich bereits die Aufteilung der Gruppenräume erkennen.
Fotos: Matthias Mayer

Rauschenberg. Die Phantasie eines Laien reicht oft nicht aus, sich vorzustellen, was aus einem finsteren, unzureichend gegründeten und windschiefen Gebäude werden kann. Jetzt, da fast alle Gerüste im Inneren gefallen sind, offenbart das Haus auch für Unkundige seinen wahren Charakter und seine beachtliche Größe. Die enorme Höhe des großen Saals beschert diesem einen phantastischen Raumeindruck. Das Obergeschoss zeigt erst jetzt, wie viel Platz die Vereine dort in den Gruppenräumen haben werden.

Auch in Sachen Statik hat sich viel getan. Statt der fragilen „Zahnstocher“ halten nun zwei vertrauenerweckende Stützbalken die Last der Dachkonstruktion über dem Saal. Rauschenberger Zimmermannskunst steht für die Stützen, den neuen Dachstuhl und für die soliden Balkenkonstruktionen, die die Außenwände über den großen Toren tragen. Zudem ist das Dach inzwischen wieder komplett eindeckt.

Neben der erneuerten Bausubstanz steht offenbar auch die Finanzierung auf gesunden Füßen. Die Arbeiten an der Kratz‘schen Scheune bewegten sich sowohl im vorgegebenen Zeit- als auch Kostenplan. Das lasse sich nach der Vergabe fast aller Gewerke seriös sagen, berichtete Bürgermeister Michael Emmerich (CDU).

Die Marburger Architekten Waltraud Mechsner-Spangenberg und Thomas Bonsa stellten die nächsten Arbeiten vor. Demnächst erhalte die Fassade eine Holzverschalung inklusive Wärmedämmung. Das Holz solle in dem Farbton „Treibholzgrau“ angestrichen werden.

Nach Vorstellungen der Architekten sollen Grautöne auch das Innere des Gebäudes dominieren. Dazu stellten die beiden Planer Bodenfliesen - das Erdgeschoss erhält eine Fußbodenheizung - , Bodenbeläge für das Obergeschoss sowie Wandfliesen vor. Funktionelle Teile des Gebäudes sollten nach einem einheitlichen Muster farbig gestaltet und somit für Farbtupfer sorgen. Bei den Stadtverordneten und den Besuchern, unter ihnen viele Vertreter der künfigten Nutzer der Scheune, stieß das Farbkonzept der Architekten auf Zustimmung.

Wie das Haus ins rechte Licht gerückt wird, erläuterte der Rauschenberger Ingenieur Herbert Schleiter. Für den großen Saal seien Pendelleuchten vorgesehen. Deren Licht lasse sich über Dimmer an den Charakter der jeweiligen Veranstaltung anpassen, erklärte Schleiter.

n Der nächste Arbeitseinsatz an der Kratz‘schen Scheune findet am heutigen Samstag zwischen 9 und 12 Uhr statt. Dazu sind weitere Helfer sehr willkommen.

von Matthias Mayer

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