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Schauen, kaufen, tauschen beim Kleintiermarkt

20. Kleintiermarkt in Kirchhain Schauen, kaufen, tauschen beim Kleintiermarkt

In der Kirchhainer Markthalle fand am Samstag die 20. Kleintierpräsentation statt. Obwohl nicht mehr so viel los war wie in vergangenen Jahren, gab es ein ständiges Kommen und Gehen.

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Züchter begutachten beim Kirchhainer Kleintiermarkt fach­männisch ein Rassehuhn.

Quelle: Klaus Böttcher

Kirchhain. Julia und Leni aus Anzefahr stehen vor den Vogelkäfigen und staunen über die Farbenpracht der kleinen gefiederten Tiere. Beide sagen übereinstimmend, dass sie nur schauen möchten, doch die zehnjährige Julia gibt dann zu: „Ich würde mir gerne ein Tier kaufen, aber ich glaube, meine Mutter erlaubt das nicht.“ Ihre Mutter gibt zu bedenken, dass sie ja schon ein Kaninchen habe. Was für ein Tier Julia noch haben möchte, weiß sie nicht: „Es gibt so viel süße Tiere.“

Ihre Freundin, die elfjährige Leni, erzählt: „Ich hatte mal zwei Kaninchen. Die habe ich dann abgegeben, weil ich nicht so viel Zeit hatte.“ Jetzt würde sie gerne einen Hund haben, aber ihre Eltern sind nicht dafür.

So sieht man oftmals Kinder, die mit ihren Eltern von Käfig zu Käfig gehen und die Tiere anschauen. Allemal spannend ist es für die Kinder. Da stehen ein paar Kleine, noch im Kindergartenalter, und versuchen durch den Spalt eines Kartons etwas darin zu erspähen. „Das sind Tauben“ meint die eine, doch die andere widerspricht: „Da ist ein Kaninchen drin.“

Tauben, Zwerghühner, Hühner und Vögel präsentiert

Kartons werden nur für den An- und Abtransport genutzt, denn dem Veranstalter ist eine artgerechte Tierhaltung sehr wichtig. So sind die Größen der Käfige für die unterschiedlichen Tierarten genau vorgeschrieben und werden auch eingehalten.

Zu den präsentierten Tieren gehörten hauptsächlich Tauben, Zwerghühner, aber auch größere Hühner sowie Vögel. Es waren aber auch einige Kaninchen dabei.

Neben den Besuchern nehmen auch Züchter die Tiere in Augenschein, bietet doch der Markt die Gelegenheit, ihre Tiere zu präsentieren, aber auch die Chance zu Tausch- und Kaufgeschäften. So wechseln bei dieser Präsentation viele Tiere ihren Besitzer.

Kaum Nachwuchs bei den Kleintierzüchtern

Die Besucher oder potenziellen Käufer gehen von Käfig zu Käfig und betrachten oftmals mit fachkundigem Blick die Tiere. Sie stellen den Ausstellern Fragen, die diese gerne beantworten, denn es bereitet den Züchtern Freude, über ihr Hobby zu sprechen. Züchter sieht man in Gespräche vertieft, weil für sie ein Erfahrungsaustausch interessant und wichtig ist, denn immer wieder erhält man neue Erkenntnisse.

Veranstalter war wieder die Arbeitsgemeinschaft Kirchhainer Kleintierzüchter. Das ist ein Zusammenschluss von Geflügelzuchtvereinen, Vogelzuchtverein, Kaninchenzuchtverein und Taubenzuchtverein der Kernstadt und aller Stadtteile. Sie sind bestrebt, die Kleintierpräsentation weiter zu veranstalten, was ihnen auch jetzt wieder gut gelungen war, obwohl die Züchterzahlen rückläufig sind.

Klaus Weber hat dafür eine Erklärung. Ältere Züchter gäben auf und der Nachwuchs fehle. „Das hängt aber auch damit zusammen, dass sich das Freizeitverhalten geändert hat. Wenn man zweimal im Jahr in Urlaub fahren will, braucht man auch zweimal im Jahr jemanden, der die Tiere versorgt. Man kann sie nicht einfach abstellen wie einen Computer.“

von Klaus Böttcher

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