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Schule

Schach soll mathematische Fähigkeiten erhöhen

Während die Martin-von-Tours-Schule sich weiter in Richtung „Schachschule“ bewegt, lieferten ihre Schüler in einer neuen Wertungsklasse gute Leistungen bei der Hessenmeisterschaft ab.
Lehrer, Eltern und andere Gäste versuchten sich während eines Info-Abends selbst am Schachspielen.Privatfotos

Lehrer, Eltern und andere Gäste versuchten sich während eines Info-Abends selbst am Schachspielen.Privatfotos

Neustadt. Neustadt. Erstmals traten integrative Gesamtschulen nicht mehr gegen Haupt- und Realschulen an, sondern starteten in der „offenen Wettkampfgruppe“. So spielten die Neustädter Schüler in einer Gruppe mit 26 Teams aller Altersgruppen und Schularten. Gleich im ersten Spiel traf „Neustadt I“ mit Alexander Ditschler, Rudolf Falkenstern, Maxim Schmitt und Jeff Czaja (Neuntklässler) auf „Neustadt II“ mit den Fünftklässlern Bendix Bicker, Vlad Teske, Paul Schneider sowie Denise Janik und Vanessa Tcherkessov. Für die Überraschung sorgte Paul Schneider, der Maxim Schmitt mit dem Schäferzug in vier Zügen mattsetzte.

„Die Bilanz des Wettbewerbs konnte sich sehen lassen“, freute sich Schulschachkoordinatorin Ursula Lembach: Die erste Mannschaft landete auf Rang 7, die zweite auf Platz 19. Wie hoch Platz 7 zu bewerten sei, werde mit Blick auf ein anderes Team deutlich: Die Oberstufenmannschaft von Roman Qayumi, dem ehemaligen Spieler der Neustädter Schule, landete auf Rang 11. Beide Neustädter Teams trugen übrigens erstmals die von der Schulfirma „Tafy“ mit einem neuen Logo bedruckten Schulschach-T-Shirts.

Resonanz auf Info-Abend zur Schachschule ist gut

Derweil strebt die Schule weiterhin Richtung „Schachschule“: Zahlreiche Lehrkräfte, aber auch Eltern und andere Gäste ließen sich während eines Themenabends von Ursula Lembach über das Spiel und sein Potenzial informieren. Sie stellte die Trierer Studie vor, bei der über vier Jahre hinweg die Grundschule Olewig, in der eine Stunde „Schach statt Mathe“ unterrichtet wurde, im Blickpunkt stand. Die Studie belege, dass bei diesen Schülern im Vergleich zu Schulen ohne Schachangebot eine mehrfach höhere Leistung im Bereich Mathematik, aber auch bei der Lese- und Sprachkompetenz festgestellt wurde. Regelmäßiges Schachspielen verbessere die Wahrnehmungsfähigkeit, die Aufmerksamkeit, die Konzentrationsfähigkeit und die Entwicklung von Denkstrukturen. Daher werde ausdrücklich empfohlen, Schach an Schulen anzubieten. Vor allem lernschwache Kinder und Jugendliche profitierten von diesem Effekt. Lembach untermauerte diese Ergebnissedurch eigene Beobachtungen in der Neustädter Schach-AG. Sie berichtete von der Entwicklung sozialer Kompetenzen, aber auch über die Steigerung des Selbstbewusstseins. „Dieses Potenzial sollten wir unbedingt nutzen“, betonte die Lehrerin und berichtete von dem Wunschziel, Schach in den Klassen eins, zwei und fünf als Pflichtfach einzuführen.

„Ob wir das erreichen, hängt von der Anzahl der Mitarbeiter ab, die dieses Ziel im Team verfolgen wollen“, resümierte sie, ehe es an praktische Übungen ging. Danach freute sie sich über positive Rückmeldungen und das Interesse zahlreicher Teilnehmer an einem in einigen Monaten stattfindenden Schulschach-Patent-Lehrgang.


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