Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Sauerstoff ersetzt den Kies

Tag der offenen Tür Sauerstoff ersetzt den Kies

Als vollen Erfolg wertete Diplom-Ingenieur Werner Loew den ersten "Tag der offenen Tür" im Wasserwerk Kirchhain, bei dem der Abteilungsleiter drei Gruppen durch die erneuerte Wasseraufbereitungsanlage führte.

Voriger Artikel
Bürger kämpfen um Eschenallee
Nächster Artikel
Neue Partner helfen weiter

Auf dem Außengelände der Wasserwerke gab es viel Technik zu bewundern.Foto: Heinz-Dieter Henkel

Kirchhain. Werner Loew stand den Besuchern Rede und Antwort. Er berichtete ihnen unter anderem, dass die neun Brunnen des Wasserwerks Wohratals jährlich 7,5 Millionen Kubikmeter „Rohwasser“ fördern. Wasser, das dann über ein insgesamt 1500 Kilometer langes Rohrnetz an Weiterverteiler, wie die Eigenbetriebe der Städte Marburg, Gießen und Wetzlar, sowie an rund 30000 direkte ­Abnehmer geliefert wird. Das Gesamtfördervolumen des Zweckverbands Mittelhessische Wasserwerke (ZMW) beläuft sich auf 16,4 Millionen Kubikmeter Wasser.

Im Wohratal habe das Rohwasser Trinkwasserqualität, sagte Loew und drehte einen Hahn auf, um das Wasser aus einem der Brunnen zu kontrollieren. Dass es nicht der Trinkwasserverordnung entspreche, liege einzig daran, dass der CO2-Gehalt zu hoch sei. Den habe man in der Vergangenheit mittels „dolomitischen Kies“ reduziert. Nach einer Umrüstung werde der CO2-Gehalt nunmehr durch Sauerstoff reduziert. Dies spare Kosten, weil der Kies nicht mehr ausgetauscht werden müsse. Das neue Verfahren sei zudem viel einfacher und auch effektiver, meinte Loew.

Mit großflächigen Schautafeln wies der ZMW auf seine Tätigkeiten. Zudem beleuchtete er das abwechslungsreiche Berufsfeld - angestellt seien zum Beispiel Ingenieure verschiedenster Fachrichtungen aber auch Maurer. Es gab aber auch Informationen zur neu errichteten Leitung zum Frankfurter Wasserversorger OWAG.

„Ich wollte mir das Wasserwerk in meiner Nachbarschaft einfach einmal aus der Nähe anschauen“, erklärte der Stausebacher Winfried Jennemann seinen Besuch beim Tag der offenen Tür - den er ausgiebig nutzte und sich seine Fragen von den insgesamt anwesenden 15 Mitarbeitern des ZMW beantworten ließ.

von Heinz-Dieter Henkel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr