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Sau rauslassen beim Butzche-Fasching

Karneval in Schweinsberg Sau rauslassen beim Butzche-Fasching

Jeder, der am Samstagabend den Weg ins Bürgerhaus fand, konnte sich davon überzeugen, warum der Fasching in Schweinsberg als einer der hochkarätigsten in der Umgebung gilt.

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Die „Schweesborcher Wätz“ rundeten den Abend ab. Mit Papa Schlumpf (Uwe Wiescher) hatte die Bande eine Reise durch Europa gemacht und führte vor, was in Schottland, Frankreich und auf Mallorca geschehen war.

Quelle: Yanik Schick

Schweinsberg. Wieder einmal war die Fastnachtsgesellschaft Geißbock aus dem fränkischen Neustadt an der Aisch mit von der Partie. Eine Delegation von 38 Karnevalisten hatte es in die langjährige Partnerstadt der fünften Jahreszeit verschlagen. „Es macht einfach immer wieder tierischen Spaß“, ließ der Neustädter Sitzungspräsident Holger Wesp verlauten. „Bei uns müssen wir die Sitzung halten, aber hier können wir mal richtig die Sau rauslassen.“

Und das taten sie auch - gemeinsam mit Zeremonienmeister Max Kleinert, dem Pagen Sarah Mann sowie dem Schweinsberger Elferrat marschierte das Parlament der fränkischen Narren um 19.33 Uhr mit auf die Bühne und positionierte sich dort hinter den Gastgebern.

Deren Sitzungspräsidentin Claudia Umbeck standen 390 verkleideten Narren im prall gefüllten Bürgerhaus gegenüber - voller Vorfreude auf das unterhaltsame und abwechslungsreiche Programm, in dem das „Butzche“ mal wieder kräftig laufen sollte. Ein erstes Ausrufezeichen setzte das Tanzmariechen des ausrichtenden SV Schweinsberg. Carolin Birk brachte die Faschingsgemeinde schnell in feierliche Hochkonjunktur, gefolgt vom traditionellen Tanz-Auftritt der Gymnastik-Gruppe „Ladykracher“ aus Dannenrod.

Danach waren die Lachmuskeln eines jeden Zuhörers bis auf das Äußerste gefordert: In einer Mischung aus Sketch, Büttenrede und Ortsdiener-Bericht trafen Kathrine (Sonja Hahn) und Lisbeth (Monika Metz) im Wartezimmer einer Arztpraxis aufeinander. Im Gespräch widmeten sie sich dem kürzlich entwendeten Einsatzfahrzeug der freiwilligen Feuerwehr, der bescheidenen Saison des Fußballvereins sowie der Tatsache, dass das Ortseingangsschild immer noch mit Christbaumkugeln dekoriert ist.

Traditionell zeichnet sich der Schweinsberger Fasching durch viele und vielfältige Tanz-Choreographien aus. Und auch in diesem Jahr gaben zahlreiche Gruppen aus dem Dorf wieder eine Kostprobe dessen, was sie in den Wochen und Monaten zuvor fleißig einstudiert hatten. „Remember“ zum Beispiel, bestehend aus acht Mädchen, die von Michael Heilmann trainiert wurden, zeigte einen fantasievollen „Modern Dance“. Wie ein trister Arbeitstag im Büro auch in einer kollektiven Party enden kann, zeigte der „Robinson Club“ in seiner Show.

In der Tanzschule „Out of the Dorf“ unter der Leitung von Karin Weber lernten die 400 lautstarken Gäste, wie man beispielsweise den Tango oder Walzer tanzt. Selbst TV-Kritiker Joachim Llambi hätte bei diesem Anblick wohl begeistert Beifall geklatscht.

Zum Motto „Sweet Sugar Sweet“ performten die „Pink Peppers“, bevor die Pig-Mountain-City-Dancers (PMCD) - als Clowns verkleidet - eine kurzweilige Zirkusshow zeigten. Zweifelsohne extravagant war der Auftritt von „Montagne de Porco“. Die Imitatoren der Band „Boss Hoss“ bewiesen aber, dass auch Rock an Fasching gut ankommt.

Neben den heimischen Gruppen begrüßte der Schweinsberger Elferrat sowohl die Tanzgarde als auch das Männerballett „Die Hupfer“ aus Neustadt an der Aisch. Dazu traten die Showtanzgruppe der Kolpingfamilie Stadtallendorf, die Hot Chilis aus Erfurtshausen sowie die Gleer Tanzmädels auf.

Die „Schweesborcher Wätz“ rundeten dann den Abend ab. Mit Papa Schlumpf (Uwe Wiescher) hatte die Bande eine Reise durch Europa gemacht und führte vor, was in Schottland, Frankreich und letztlich auf Mallorca geschehen war.

von Yanik Schick

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 Fotos: Karin Waldhüter

Tolle Stimmung, starke Büttenreden, Tänze und Sketche waren angesagt, als beim Momberger Tauziehclub der Fastnachtsschlachtruf „Hangerschte Verresht“ das Gemeinschaftshaus erzittern ließ.

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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