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Sanierung dauert bis Ende Februar

Bürgerhaus Schweinsberg Sanierung dauert bis Ende Februar

In Schweinsberg hat ohnehin keiner mehr damit gerechnet, dass die Sanierungsarbeiten bis zum Jahresende abgeschlossen sein werden, wie Ortsvorsteher Adolf Fleischhauer berichtet.

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Ein Wiedersehen mit dem „Robinson Club“ des SV Schweinsberg ist trotz Bürgerhaus-Schließung sehr wahrscheinlich. Archivfoto

Schweinsberg. Es gibt kleine zeitliche Fortschritte im langwierigen Beweissicherungsverfahren, dass die Stadtverwaltung in Sachen Bürgerhaus Schweinsberg angestrengt hat. Das Landgericht Marburg hat zwei Gutachter bestellt.

Der Hintergrund: Bei lange geplanten Sanierungsarbeiten waren dort Ende August weitere schwerwiegende Mängel bei Elektroanlagen und Brandschutz festgestellt worden. Diese Mängel sollen auf Arbeiten aus den Jahren 1995 und 1996 zurückgehen (die OP berichtete). Ob dafür noch die damaligen Planungsbüros verantwortlich gemacht werden können, wird sich nach dem Beweissicherungsverfahren herausstellen. „Bis dahin müssen die Arbeiten im Kern ruhen“, bedauert Sigrid Waldheim, Leiterin des städtischen Eigenbetriebs Dienstleistungen und Immobilien, zu dem das Bürgerhaus Schweinsberg gehört.

Zunächst hatte Bürgermeister Christian Somogyi noch die Hoffnung gehegt, dass sich die Sanierung dennoch bis zum Jahresende schaffen lässt. Doch angesichts der Dauer des Verfahrens und der Tatsache, dass eben noch umfangreiche Zusatzarbeiten anstehen, kommt der Verwaltungschef jetzt zu einem anderen Ergebnis: „Wenn man es realistisch sieht, müssen wir mit einem Verzug von rund acht Wochen rechnen“, erklärt er gegenüber dieser Zeitung. Dabei hat er den Zeitverlust durch die Feiertage auch schon einkalkuliert. Will heißen: Vor Ende Februar nächsten Jahres wird das Bürgerhaus in Schweinsberg wohl nicht wieder geöffnet werden können.

„In Schweinsberg glaubt keiner mehr daran, dass das Bürgerhaus bis Jahresende fertig werden kann“, hatte Ortsvorsteher Adolf Fleischhauer schon vor dieser Aussage der Verwaltungsspitze erklärt.Vor allem für den traditionsreichen Schweinsberger Fasching, ausgerichtet vom SV Schweinsberg bedeutet die veränderte Situation jetzt eine Herausforderung. Somogyi bietet Hilfe an, etwa bei der Suche nach einem Ausweichquartier, etwa im Bürgerhaus in Niederklein. „Es wäre sehr schade, wenn diese schöne Sitzung ausfallen müsste“, erklärt Somogyi.

Doch an ein Ausfallen der Sitzung denkt man beim Elferrat aus den Reihen des SV Schweinsberg offenbar nicht. „Der Vereinsvorstand muss noch darüber entscheiden. Aber ich gehe davon aus, dass unser Fasching stattfinden kann“, sagt Sitzungspräsidentin Claudia Umbeck. Sie rechnet bald mit Klarheit und will dann über die Einzelheiten informieren. Fans des Schweinsberger Faschings dürfen also aufatmen.

Bisher keine neuen Überraschungen

Die nötigen Gelder, 375000 Euro für die zwingend nötigen zusätzlichen Bürgerhaus-Arbeiten, hatte das Stadtparlament bereits genehmigt. Die Verwaltung rechnet jetzt mit Gesamtkosten von rund 670000 Euro. So ganz ruhen die Bauarbeiten am Bürgerhaus aber derzeit dennoch nicht, sie müssen sich aber auf Bereiche beschränken, wo keine weitergehenden Schäden entdeckt worden sind. „Wir haben bisher keine weiteren bösen Überraschungen erlebt“, sagt Sigrid Waldheim.

Es ist geplant, dass die Fachgutachter für Elektroanlagen und den Brandschutz parallel arbeiten sollen, um Zeit zu sparen. Nur für einen Teil der Zusatzarbeiten sind noch Ausschreibungen nötig.

von Michael Rinde

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