Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Saniertes Gebäude spart künftig Geld

Feuerwehr Saniertes Gebäude spart künftig Geld

Zug um Zug hatten die Kirchhainer Feuerwehren den sanierten Stützpunkt am Festplatz wieder übernommen. Am Freitag feierte die Stadt Einweihung.

Voriger Artikel
Großaufgebot sucht 68-jährigen Stadtallendorfer
Nächster Artikel
Ein Rollentausch bringt Börsenkurse in Wallung

Bei der Einweihungsfeier parkten einige der Fahrzeuge der Kirchhainer Feuerwehr vor dem sanierten Stützpunkt. Innen (rechtes Foto) übergab Bürgermeister Jochen Kirchner (rechts) mit einem symbolischen Handschlag das Haus an Wehrführer Stephan Schmidt. Fotos: Michael Rinde

Kirchhain. Die Sanierung und Aufwertung des Feuerwehrstützpunktes war für die Stadt Kirchhain ein finanzieller Kraftakt, nur möglich dank hoher Förderzusagen. Rund 1,4 Millionen Euro hat das Projekt in den vergangenen Jahren gekostet, 500000 Euro brachte die Stadt auf. Am Freitagabend gab es die offizielle Einweihung des Gebäudes. „Wir haben die Gunst der Stunde genutzt“, sagte Bürgermeister Jochen Kirchner mit Blick auf die hohe Fördersumme. Ohne dieses Geld hätte die Stadt dieses Vorhaben wohl nicht einmal ansatzweise bewältigen können.

Thorsten Thierbach, Kirchhains stellvertretender Stadtbrandinspektor, skizzierte die Fortschritte für die Feuerwehr Kirchhain: zeitgemäße Schulungsräume, eine zentralisierte Werkstatt für alle Wehren der Stadt und die nunmehr in ausreichender Zahl vorhandenen Umkleidemöglichkeiten für alle aktiven Feuerwehrleute der Kernstadt. Letzteres war in der Vergangenheit ein großes Problem. Ein Teil der Spinde stand in der Fahrzeughalle. Dass es gelungen ist, die Toreinfahrten am Nebengebäude so zu gestalten, dass nahezu alle modernen Fahrzeuge hindurchpassen, nannte Thierbach eine „planerische Glanzleistung“. Im Mittelpunkt aller Arbeiten stand die energetische Sanierung. Wie Bauleiter Jörg Weber verdeutlichte, wird die Stadt in Zukunft bei den Energiekosten deutlich sparen. In der Vergangenheit verbrauchten die 1955 und 1974 errichteten Gebäude 124 Tonnen CO2 pro Jahr. Jetzt sind es nur noch 56 Tonnen trotz zweier Anbauten.

„Wir konnten vor der Sanierung vor den Toren auf das Salzstreuen verzichten“, beschrieb Thierbach die Situation in der Vergangenheit. Neue Fassaden, neue Fenster, neue Tore und ein neues Dach, entstanden im ersten Bauabschnitt, sorgen dafür, dass der Stützpunkt nunmehr über eine zeitgemäße Dämmung verfügt. Bürgermeister Kirchner machte deutlich, dass der Stützpunkt für alle Wehren der Stadt an Bedeutung gewonnen hat. „Ohne die Stadtteilwehren ist dieses Gebäude nicht zu betreiben“, so seine Formulierung. Die dort jetzt untergebrachten zentralisierten Werkstätten und das Lager ermöglichen es unter anderem, dass auch Stadtteilwehren zu jeder Tages- und Nachtzeit ihre Fahrzeuge nach Einsätzen wieder aufrüsten können.

Klaus Weber vertrat als Kreisbeigeordneter den Landkreis. Er erinnerte daran, dass es gelungen sei, auch mit der Rot-Kreuz-Bereitschaft eine vernünftige Lösung für eine gemeinsame Raumnutzung zu finden. Kreisbrandinspektor Lars Schäfer betonte, dass die Kirchhainer Feuerwehr trotz der Sanierungsarbeiten zu jeder Zeit voll einsatzfähig gewesen ist. „Das hat man zum Beispiel beim Großbrand in der Marburger Tapetenfabrik gemerkt“, sagte Schäfer. Eine Schlüsselübergabe gab es nicht. Bürgermeister Kirchner schüttelte stattdessen Kirchhains Wehrführer Stephan Schmidt symbolisch die Hand und übergab so das Gebäude.

von Michael Rinde

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr