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Sängerkreis steht vor Fusion oder Auflösung

Generalversammlung Sängerkreis steht vor Fusion oder Auflösung

Bei der Delegiertenversammlung des Wohrataler Sängerkreises wurde deutlich, dass es den Zusammenschluss der Gesangvereine nach dem gerade begonnenen Jubiläumsjahr möglicherweise nicht mehr geben wird.

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Zu Beginn sang der gemischte Chor Ernsthausen. Vorne sitzen (von links) die Vorstandsmitglieder Werner Metke, Ernst Stumpf, Kurt-Wilhelm Nau und Heike Rothmann.Foto: Klaus Böttcher

Ernsthausen. „Natürlich werden wir unseren Abgang als Sängerkreis Wohratal noch gebührend mit dem 90-jährigen Bestehen in diesem Jahr feiern und uns bei allen Mitgliedsvereinen, Gönnern und Freunden bedanken“, sagte Kurt-Wilhelm Nau, der fast 20 Jahre der Vor­sitzende ist. Bei einer internen Sitzung im November letzten Jahres sahen die Vereinsvorstände der Mitgliedsvereine keine Möglichkeit, die Vorstandspositionen im Wohrataler Sängerkreis zu besetzen. Es wurde dem amtierenden Vorstand das Mandat erteilt, sich mit anderen Sängerkreisen, die möglicherweise dieselben Probleme haben, zusammenzu­schließen oder den Sängerkreis aufzulösen.

Kurt-Wilhelm Nau war die große Enttäuschung anzumerken und er sagte: „Ich muss mit ansehen, wie unser Sängerkreis langsam zugrunde geht. Das hätte ich mir nie träumen lassen.“ Den anwesenden 70 Delegierten sagte er: „Ich muss Euch ehrlich sagen, Ihr macht es Euch sehr einfach. Aber gut, die Botschaft ist bei uns angekommen. Wir werden uns nicht mehr darum kümmern, wie die Posten besetzt werden, sondern mit welchen Sängerkreisen wir fusionieren könnten. Sollte das scheitern, würden wir uns nächstes Jahr auflösen müssen.“

Nau ist schon tätig geworden und versuchte mit einer Initiative aus den neun vorhandenen Sängerkreisen im Landkreis Marburg-Biedenkopf zwei mit neuem Namen zu formen. Diese Initiative konnte jedoch nicht umgesetzt werden, da es Sängerkreise gibt, die noch nicht in der Form unter Mitgliederschwund leiden und deshalb nichts von der Fusion wissen wollten.

„Möglicherweise kann aber eine Fusion mit drei von diesen Sängerkreisen klappen. Die anderen würden dann für sich weiter arbeiten“, erklärte Nau. Er hat allerdings auch schon in eine andere Richtung gedacht und Gespräche mit seinen Amtskollegen von den drei Schwälmer Sängerkreisen, Schwalm-Heimat, Schwalm-Knüll und Schwalm-Pforte, geführt.

Am 13. April findet ein Treffen mit den Schwälmern und am 4. Mai mit den Marburger Sängerkreisen statt. Im Mai wird es eine außerordentliche Delegiertenversammlung des Wohrataler Sängerkreises geben, bei der die Ergebnisse der Gespräche mitgeteilt werden. „Sollte wider Erwarten keine dieser Fusionen zustande kommen, werden wir uns in der nächsten Delegiertenversammlung in Bracht ohne Wenn und Aber auflösen“, sagte Kurt-Wilhelm Nau bestimmt.

von Klaus Böttcher

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