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Sänger trauern um Chorleiter

Nachruf Sänger trauern um Chorleiter

Völlig überraschend verstarb Chorleiter Günter Retzlik, der unter anderem in Chören in Schwabendorf und Mardorf den Takt angegeben hatte.

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Günter Retzlik hatte sich nicht nur im Landkreis Marburg-Biedenkopf als Chorleiter einen Namen gemacht.

Quelle: Privatfoto

Ostkreis. Günter Retzlik leitete in den vergangenen Jahren zahlreiche Chöre in der Region, zum Beispiel den „AChorD“ in Schwabendorf oder die Chöre im Amöneburger Stadtteil Mardorf. Zuletzt war er unter anderem Leiter der Formation „Feel good“ in Schreufa, des Frankenauer Kirchenchors und des Männerchores „Harmonie“ in Korbach. In der Kreisstadt hatte er auch den „Chor goes Pop“ ins Leben gerufen.

Unter seiner musikalischen Führung standen zudem der MGV Oberschledorn im Sauerland und der Gemischte Chor Diedenshausen im Wittgensteiner Land. Fast 14 Jahre lang hatte er den Chor in Münchhausen geleitet, auch die Frankenberger „Liedertafel“ und die 2007 aufgelöste Holzhäuser Chorgemeinschaft standen unter seiner Führung.

Günter Retzlik hatte als musikalischer Autodidakt mit acht Jahren seine ersten musikalischen Versuche auf dem kirchlichen Harmonium gemacht. Später bekam er Klavier- und Kirchenorgelunterricht und war als Sänger in verschiedenen Chören aktiv. Seine Bundeswehrzeit verbrachte er beim Heeresmusikkorps 6, Hamburg, wo er auch in der Big Band spielte.

Er leitete im Ruhrgebiet mehrere Chöre, bevor es ihn aus privaten Gründen nach Hessen verschlug. Nach erfolgtem Privatstudium nahm er seine Konzerttätigkeit bei exklusiven Kammerchören und als Solist auf. Dazu gehörten Auftritte in Riga, Lettland und in Manchester, England, wo das Oratorium von Mendelssohn Bartholdy „Paulus“ aufgeführt wurde.

Der geprüfte Kirchenmusiker komponierte auch und veröffentlichte christliche Werke. Günter Retzlik war erst vor kurzer Zeit nach Rhena verzogen, wo er am zweiten Weihnachtsfeiertag plötzlich und unerwartet verstarb.

von Mark Adel

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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