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Rüdigheimer "Bienenstock" hinterlässt Eindruck

Gemeindebesuch Rüdigheimer "Bienenstock" hinterlässt Eindruck

In jedem Stadtteil der Großgemeinde Amöneburg machte Landrätin Kirsten Fründt Station. In Rüdigheim freute sie sich über die Eigenleistungen der Bürger beim Umbau des "Treffpunktes".

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Ortsvorsteher Martin Bieker (links) spricht mit Kirsten Fründt über den Umbau.

Quelle: Florian Lerchbacher

Rüdigheim. „Das klingt nach Bienenstock“, sagte Kirsten Fründt, nachdem ihr Rüdigheims Ortsvorsteher Martin Bieker von den Eigenleistungen der Bürger beim Umbau des Treffpunktes berichtet hatte. Teilweise engagierten sich um die 20 Rüdigheimer auf einmal in dem relativ kleinen Gebäude - ein Hinweis, der die Landrätin zu ihrem Kommentar verleitete.

Rund 30 Bürger im Alter von 15 bis 71 Jahren - Edmund Herz ist der älteste von ihnen - helfen seit dem vergangenen Oktober mit bei der Umgestaltung. Ursprünglich war die Stadt davon ausgegangen, 260000 Euro in das Gebäude zu investieren. Dank der Eigenleistung, an die im Vorfeld kaum ein Stadtverordneter geglaubt hatte, wird das Projekt die Kasse aber wahrscheinlich weniger belasten, freute sich Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg und hob hervor, dass er auf den Erfurtshausen-Effekt hoffe. Da habe der Bürgerhaus-Umbau mit ortseigenem Muskelschmalz sozusagen schlafende Hunde geweckt und die Bürger wieder näher zusammengebracht.

"Keine großartigen Probleme" bei der Wehr

„Auch in Rüdigheim hat der Wille zur Eigenleistung in den vergangenen Jahren etwas nachgelassen. Aber ich hoffe, dass wir durch die Arbeiten am Treffpunkt einen Stein ins Wasser geworfen haben.“ Je nachdem, wie viel Geld die Stadt durch die Rüdigheimer bei diesem Projekt spart, könnte das Gebäude - das seit seinem Bau 1959 bereits mehrfach umgebaut wurde und schon Backhaus und Schule beherbergte - sogar noch in den Genuss einer energetischen Sanierung kommen. Das muss allerdings die Zeit zeigen - der Umbau dauert wohl noch bis Ende des Jahres an. Dabei liegt das Richtfest erst wenige Tage zurück. Nächstes Ziel ist die Erstellung der Dachhaut, damit die Fotovoltaikanlage, die teilweise auf das neue Dach versetzt werden soll, rasch wieder in Betrieb gehen kann.

Ein offenes Ohr hatte die Landrätin auch für die Amöneburger Feuerwehrleute. Stadtbrandinspektor Stefan Krähling betonte allerdings, dass die Kameraden „keine großartigen Probleme“ hätten. „Wir haben einen kurzen Draht zu Kreisbrandinspektor Lars Schäfer, sind also gut vernetzt. Wenn wir ein Problem haben, wird das schnell weitergetragen.“

Gerätehäuser-Umbau steht an

Richter-Plettenberg warf ein, dass die Stadt Förderanträge für den Umbau der Gerätehäuser Roßdorf, Mardorf und Erfurtshausen stellen wolle. Insgesamt kämen Kosten von rund 400000 Euro zusammen. Der Bürgermeister schlug vor, einen Antrag für alle drei Projekte zu stellen -was Schäfer aber nicht überzeugte. Er sei jedoch bereit, gemeinsam mit dem Bürgermeister nach Wiesbaden zu fahren und alles zu versuchen, was in seiner Macht stehe. „Wir müssen schnell machen. Ab dem Jahr 2017 stehen Fahrzeug-Ersatzbeschaffungen an“, kommentierte Krähling und gab Fründt mit auf den Weg, dass die mit ihrem Einsatz verbundene Bürokratie viele Feuerwehrleute störe. „Man ist kein Rechtsanwalt und sitzt mit Halbwissen in der Vollverantwortung. (...) Von den Ehrenamtlichen wird viel abverlangt“, zeigte Fründt Verständnis - das sei aber in den meisten Vereinen der Fall, warf sie ein.

Weitere Stationen des Gemeindebesuchs waren die Tagespflegeeinrichtung „AurA“ in Roßdorf, der Bürgerverein „Leben und Altwerden“ in Mardorf, der Erfurtshäuser Spielplatz „Im Weimer“ als eines der zentralen Projekte der Dorferneuerung, die Stiftsschule Amöneburg und die Firmen Alphatec Maschinenbau und Hans Lindner. Zudem traf die Landrätin im Burgcafé Bürger, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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