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Rückzug aus Protest

Lokalpolitik Rückzug aus Protest

In kleiner Runde verabschiedete der Ortsbeirat Kleinseelheim Heinrich Krauskopf aus dem Gremium, dem der 66-Jährige über dreieinhalb Wahlperioden angehört hatte.

Kleinseelheim. Krauskopf hatte zudem dem Gemeinwesen in den 90er Jahren als Kirchhainer Stadtverordneter gedient. Hans-Heinrich Boßhammer, bis zur Kommunalwahl 2011 bereits langjähriges Mitglied des Kleinseelheimer Ortsbeirats, folgt ihm nach. Heinrich Krauskopf stellte gegenüber der OP klar, dass er sein Amt aus Protest aufgebe und dass sich dieser Protest nicht gegen die Zusammenarbeit im Kleinseelheimer Ortsbeirat richte. Diese Zusammenarbeit habe er als konstruktiv und wohltuend erlebt.

„Der endgültige Grund für meine Entscheidung war der Straßenbauplan der Stadt für das Kleinseelheimer Neubaugebiet“, sagte Krauskopf.

Trotz permanenten Nachhakens aus dem Ort seien die Pläne für die Erneuerung der Straßen auf 2015 vertagt worden. Erst dann solle mit den Planungen begonnen und die notwendigen Beschlüsse gefasst werden. Krauskopf fügt säuerlich hinzu: „80 Prozent der Kosten sollen außerdem die Anwohner tragen“. Wie die Politiker im Stadtparlament dies an die Kleinseelheimer Einwohner verkaufen wollten, sei ihm gänzlich unklar.

Grundsätzlich kämen aus der Stadt nur sehr wenige Rückmeldungen zu Initiativen aus Kleinseelheim. Zahlreiche konstruktive Ideen aus Kleinseelheim, darunter auch seine eigenen Vorschläge, seien zum Großteil ignoriert worden, klagte Krauskopf.

Ortsvorsteher Professor Rainer Waldhardt würdigte den scheidenden Kommunalpolitiker als „treuen Kleinseelheimer“, der sich stets mit vielen Ideen in die Arbeit des Ortsbeirats eingebrachte habe. Heinrich Krauskopf habe nicht nur kritisiert, sondern auch Dinge aktiv geändert, stellte Waldhardt fest.

von Jonas Hielscher

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