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Rückt Edeka näher an das Zentrum?

Stadtallendorf Rückt Edeka näher an das Zentrum?

Eigentlich hätte sich die Kommunalpolitik seit Mai mit dem Baurecht für den künftigen Lebensmittelmarkt befassen sollen. Doch es gibt inzwischen Überlegungen für einen optimaleren Standort.

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Der Standort des künftigen Edeka-Marktes ist offenbar nicht an die Flächen des alten Baumarktes gebunden. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. „Wir kommen in jedem Falle“, betont Hans-Richard Schneeweiß, Geschäftsführer der Edeka-Handelsgesellschaft Hessenring, um alle Spekulationen gleich aus dem Weg zu räumen. Seit Sommer 2012 ist die Handelsgesellschaft Eigentümer des rund 10000 Quadratmeter großen früheren Baumarktgrundstücks. Ursprünglich hatten Edeka und Stadtverwaltung mal angepeilt, im vergangenen Mai die nötigen Baurechtsänderungen auf den Weg zu bringen. Jetzt soll das im September passieren, macht Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) klar.

Die Verzögerungen haben einen guten Grund. Edeka denkt über Planungsalternativen nach. Details will Geschäftsführer Schneeweiß aber zu, jetzigen Zeitpunkt noch nicht nennen. Im Zentrum der Überlegungen steht die Lage des künftigen Marktes, das ehemalige Baumarktareal liegt vergleichsweise weit weg von der Stadtmitte. Etwas konkreter wird Bürgermeister Somogyi gegenüber der OP. Vorstellbar sei, dass der Markt näher an die Stadtmitte heranrücke. Neu ist der Gedanke daran keineswegs. Er entspräche Wünschen und Forderungen von Einzelhändlern wie Immobilienbesitzern aus der Stadtmitte - und auch den Vorstellungen, die im aktualisierten Einzelhandelsgutachten seinerzeit formuliert wurden.

Bei zwei größeren Gesprächsrunden sind die Anstöße für die Alternativplanungen bei Edeka entstanden. An den Gesprächen waren laut Somogyi die Fraktions- und Ausschuss-Vorsitzenden wie auch Einzelhandel und Immobilien-Eigentümer beteiligt. Und auch Peter Berger, der Autor des Einzelhandelsgutachten, saß mit am Tisch. Noch arbeitet Edeka an veränderten Plänen. Doch es dürfte klar sein, dass eine Verschiebung des Marktes in Richtung Stadtmitte wohl nicht ohne städtische Grundstücke möglich sein wird. Könnte es beispielsweise einen Grundstückstausch zwischen Unternehmen und Stadt geben? Entschieden ist noch nichts, betonen Edeka-Geschäftsführung wie auch Stadtallendorfs Bürgermeister, der aber betont, dass es keine Verringerung bei den Parkflächen geben werde. Hans-Richard Schneeweiß verbreitet Optimismus: „Am Schluss sollte es eine gute Lösung geben, mit der alle zufrieden sein können.“ Sein Optimismus gilt auch bezüglich der Zeitplanung. Nach dem Kauf hatte Edeka die Marschroute ausgegeben, dass das Weihnachtsfest 2013 das letzte ohne eigenen Markt in Stadtmitte sein solle, sprich, dass der Neubau im November 2014 eröffnet wird. „Das bleibt unser anspruchsvolles Konzept“, betont Geschäftsführer Schneeweiß. Dieses Ziel ist allerdings wirklich sehr anspruchsvoll. Denn zunächst muss der Bebauungsplan geändert werden, gefolgt vom eigentlichen Bauantrag. Daran schließt sich in jedem Falle der Abbruch des alten Baumarktes an. Im Umfeld des künftigen Marktes wird sich allerdings schon in wenigen Monaten etwas tun. Derzeit hat die Stadtverwaltung die Umgestaltung des Geländes rund um die Unterführung zum Einkaufszentrum „alter Busbahnhof“ ausgeschrieben. „Wir werden die Gestaltung aber natürlich auf die Edeka-Planungen abstimmen“, betont Somogyi auf Nachfrage.

Fest steht, dass sich der künftige Stadtallendorfer Markt vom Konzept her an einem vergleichbaren Edeka in Lollar (Kreis Gießen) orientieren wird.

von Michael Rinde

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