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Rückenwind für Rauschenbergs Bauhof

Konzept für Millioneninvestition Rückenwind für Rauschenbergs Bauhof

Rund eine Million Euro will die Stadt Rauschenberg in den nächsten Jahren in ihren Bauhof investieren. Ein vorgeschalteter Konzeptentwurf passierte am Montagabend einstimmig den zuständigen Fachausschuss.

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Bauhofleiter Heiko Knöppel steht im Aufenthaltsraum, der zugleich als Umkleideraum und Groß-Spind für die Schutzkleidung dient. Diese Kombination ist nicht zulässig. Die Stadt will jetzt mit einem Generalplan für Abhilfe sorgen. Foto: Matthias Mayer

Rauschenberg. Hermann Koch, Vorsitzender des Ausschusses Umwelt, Landwirtschaft und Bau, hatte den Konzeptentwurf ins Zentrum der Tagesordnung gerückt. Dieser beruht auf drei Säulen, die Bürgermeister Michael Emmerich (CDU) vorstellte:

n Gebäude und Freiflächen: Ein Planer soll in enger Abstimmung mit der Bauhofmannschaft einen Plan für das gesamte Areal entwickeln für Sanierung Erweiterung oder den Ersatz von Gebäuden sowie für die Schaffung von überdachten Abstellflächen zum Schutz von Fahrzeugen und Baumaterialien. n Fahrzeuge und Geräte: Der Bauhof verfügt über fast alle notwendigen Fahrzeuge und Geräte. Einzige Ausnahme: Ein Multifunktionsschlepper mit Frontlader. Für dessen Ankauf stehen 100000 Euro im Entwurf des Nachtragshaushalts. Dieser wird - so der Bürgermeister, dringend für den Winterdienst und für die Umsetzung der dritten Säule benötigt: n Strategische Neuausrichtung des Bauhofs: Großflächige Asphaltierungsarbeiten und die Reparatur von Wasserrohrbrüchen sollen an Firmen vergeben werden. Dagegen soll der Bauhof die kompletten Pflegearbeiten in der Flur übernehmen. Und dazu wird der Schlepper ebenso benötigt, wie für den Winterdienst. Die Halle, deren Dach mit einem Kostenaufwand von 17000 Euro erneuert worden sei, bleibe wohl im Bestand, zumal der Bauhof in Eigenleistung die Toröffnungen auf der Rückseite zumauern wolle. Sorgenkind sei das Sozialgebäude, dessen Raumangebot seit fast zwei Jahrzehnten von den Aufsichtsbehörden als unzureichend kritisiert werde. Unter anderem müssten sich die Bauhof-Mitarbeiterin und die Bauhofmänner den einzigen Sanitärraum teilen. Die vorgeschriebenen Umkleideräume fehlten ganz, sagte Michael Emmerich.Bauhofleiter Heiko Knöppel bescheinigte dem ehemaligen Garagentrakt eine solide Bausubstanz, die auch eine Teil-Aufstockung ermögliche. Das Sozialgebäude müsse nicht zwangsläufig abgerissen und neu gebaut werden. Gegen eine schrittweise und über mehrere Jahre umzusetzende Gesamtplanung regte sich im Ausschuss kein Widerspruch. Beim Dauer-Thema Schlepper-Ankauf - der Bauhof wartet seit zwei Jahren auf einen Schlepper und damit ein zweites Winterdienst-Fahrzeug - war das zunächst anders. „Das geht mir ein bisschen zu schnell“, sagte Manfred Günther (SPD) und forderte vor dem Ankauf einen Kostenvergleich zwischen der kompletten Vergabe des Winterdienstes an eine Privatfirma und dem Verbleib des Winterdienstes beim Bauhof. Karin Lippert (FBL) brachte den kostengünstigeren Ankauf eines gebrauchten Schleppers ins Spiel. Andere regten an, Leasing- und Mietkauf-Modelle zu prüfen. Selbst ein wegen defekter Bremsen aufgegebener und stillgelegter Uralt-Schlepper geisterte kurzzeitig als Hilfsmaschine nur für den Einsatz auf dem Bauhof-Gelände durch die Diskussionsrunde. Es waren der Bürgermeister und der Bauhofleiter, die die Weichen auf Neuanschaffung stellten. Michael Emmerich berichtete von katastrophalen Erfahrungen mit dem Kauf eines gebrauchten Fahrzeuges. Und Heiko Knöppel schilderte die etlichen Stunden Mehrbelastung, die der fehlende Schlepper beim Winterdienst und beim Laden von Astschnitt und Baumaterial für das Bauhofteam bedeuteten. Die Kollegen hätten im Vertrauen auf den Kauf eines Multifunktionsschleppers zuletzt häufig mit ihren privaten Schleppern ausgeholfen, schilderte Knöppel die Situation. So passierte der Schlepper ebenso einstimmig den Ausschuss, wie der Arbeitsauftrag an den Magistrat, Vertragsunternehmen für die Behebung von Rohrbrüchen und Asphaltierungsarbeiten zu finden.

von Matthias Mayer

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