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Rudewig freut sich auf "besonderes Projekt"

Windkraft Rudewig freut sich auf "besonderes Projekt"

Die Freude bei Michael Rudewig ist groß: Am Dienstagabend kam vom Regierungspräsidium grünes Licht für den Bau von vier Windrädern im nördlich von Mengsberg liegenden Interessentenwald.

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Michael Rudewig darf im Wald nördlich von Mengsberg vier Windanlagen bauen.Foto: Mayer

Mengsberg. Der Gründer von „Rudewig Windpower“ hat zwar bereits weit über 40 solcher Anlagen gebaut, das Projekt in seinem Heimatdorf ist jedoch ein „ganz Besonderes“, wie er betont: Bereits seit 1995 verfolge er das Ziel, in Mengsberg Windräder aufzustellen - nun hat er endlich die Genehmigung. „Ich wollte ursprünglich auf dem offenen Land bauen, aber da gab es Probleme mit dem roten Milan. Nun werden sie eben mitten im Wald stehen“, berichtet er.

Vier Anlagen vom Typ Enercon E-115 (Höhe 207 Meter, Nennleistung drei Megawatt) will er auf, teilweise inzwischen wieder aufgeforsteten, Windwurfflächen aufstellen und betreiben - und ausschließlich Mengsbergern die Möglichkeit geben, sich zu beteiligen. Wie genau, steht noch nicht fest, wahrscheinlich aber über eine Genossenschaft. Mit den Rodungen - die bis Ende des Monats abgeschlossen sein müssen - ging es gestern bereits los. Rund zweieinhalb Hektar mit vornehmlich jungem Bewuchs müssen freigeschlagen werden.

Derweil beschloss die Gemeindevertreterversammlung von Gilserberg am Dienstagabend nach Bekanntwerden der Baugenehmigung die Änderung des Bebauungsplanes „Haubengarten“ in Appenhain von einem Mischgebiet in ein reines oder allgemeines Wohngebiet. Ziel ist es, den Bau der Windräder zu verzögern. Die Entscheidung bringt einen erfahrenen Windradbauer wie Rudewig aber nicht aus der Ruhe. Er habe Baurecht, damit seien die Anlagen als Bestand zu beachten, sagt er. Noch dazu sei Gewerbe in dem Gebiet angesiedelt, was eine Abänderung verhindern werde. Zudem sei die Zeit auf seiner Seite, da sich ein Bebauungsplan nicht vom einen auf den anderen Tag abändern lasse.

von Florian Lerchbacher

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