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Rotes Kreuz - aus zwei wird eins

Zusammenschluss Rotes Kreuz - aus zwei wird eins

Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) stand neben den Ehrungen der Zusammenschluss mit der Bereitschaft.

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Während der Jahreshauptversammlung nahmen einige Mitglieder des Roten Kreuzes Auszeichnungen für langjährige Mitgliedschaft entgegen.

Quelle: Klaus Böttcher

Kirchhain. „Alles, was wir heute beschließen wollen, ändert nach außen gesehen nur, dass es in Kirchhain ein DRK geben wird. Der Unterschied zwischen Bereitschaft und Ortsverein war auch bisher nur den Insidern bekannt“, betonte Helmut Buskies, der Vorsitzende des Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes. Künftig gibt es nur noch den Ortsverein, dem die drei Gemeinschaften „Wohlfahrts- und Sozialarbeit“, „Bereitschaft“ und „Jugendrotkreuz“ angehören.

Es gibt zwei Hintergründe für den Zusammenschluss. Buskies kann nicht die vorgesehenen drei Jahre lang Vorsitzender sein. Grund ist eine Veränderung des Wohnortes - was er vor einem Jahr bereits mitgeteilt hatte. Also musste ein neuer Vorsitzender gefunden werden.

"Vorteile für beide Seiten"

Der zweite Grund ist die neue Satzung, die der Landesverband für die Ortsvereine beschlossen hat: Diese Mustersatzung sieht vor, dass die ehrenamtliche Arbeit in Gemeinschaften geleistet wird. Das sind eben die Wohlfahrts- und Sozialarbeit (in Kirchhain vom Ortsverein geleistet), die Bereitschaft und das Jugendrotkreuz.

„Ich meine, das ist eine gute Entwicklung für das DRK Kirchhain mit Vorteilen für beide Seiten“, erklärte Buskies. Der Ortsverein gewinne, weil er verjüngt wird - die Alterspyramide werde nach unten gedrückt. Die Bereitschaft und das Jugendrotkreuz werden gestärkt durch die größere Mitgliederzahl - woraus sich finanzielle Vorteile ergeben.

Neue Satzung einstimmig beschlossen

Eine gegenseitige Unterstützung hatte es ohnehin auch in den vergangenen Jahren gegeben. So folgert Buskies: „Wir waren eigentlich schon immer ein Kirchhainer DRK.“ Und so beschlossen die Mitglieder einstimmig den Zusammenschluss und die neue Satzung.

Einen Tag vor der Versammlung des Ortsvereins hatten die Mitglieder der Bereitschaft während ihrer Jahreshauptversammlung schon für den Zusammenschluss gestimmt. Gisela Wagner, die Vorsitzende, hatte sich da schon bereiterklärt, den Vorsitz über den zusammengeschlossenen Verein zu übernehmen. Dies wollen die Kirchhainer während einer außerordentlichen Versammlung am 3. Oktober - für den Rest der Wahlperiode bis März 2017 - umsetzen.

"Ortsverein hat fünf Säulen"

Die Abstimmung über den Zusammenschluss sei eigentlich nicht notwendig, habe auch der Justitiar des Kreisverbandes Ulrich Welter gesagt, berichtete Wagner im Gespräch mit dieser Zeitung. In der Satzung des Landesverbands stehe, dass die Bereitschaft ein Teil des Landesverbands sei. Wagner verdeutlichte: „Der Ortsverein hat fünf Säulen: Die Wohlfahrts- und Sozialpflege, die Bereitschaft, das Jugendrotkreuz, die Bergwacht und die Wasserwacht.“ Ergänzend sagte sie: „Wir haben trotzdem abgestimmt.“

Stadtrat Hermann Albrecht und Ulrich Welter, der den Kreisverband vertrat, begrüßten den Zusammenschluss. Der Justitiar zeigte sich außerdem überrascht von der Vielfältigkeit des Ortsvereins. „Die ehrenamtliche Arbeit im Ortsverein ist im Kreisgebiet nirgends so aktiv wie in Kirchhain“, lobte er.

von Klaus Böttcher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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