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Riesling, Musik, Sport und gute Laune

Heimat- und Soldatenfest Riesling, Musik, Sport und gute Laune

Begünstigt durch das prächtige Sommerwetter am Freitag und am Samstag feierten die Stadtallendorfer ein rauschendes Heimat- und Soldatenfest. Nur der Regen am Sonntag erwies sich als Schönheitsfehler.

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Die Weindorf-Besucher feierten zum Auftakt am Freitagabend mit der Band „The Skyliners“. Foto: Sophie Kaufmann

Stadtallendorf. „Jetzt trink‘ ma noch a Flaschl Wein“, sang die Band „The Skyliners“ am Freitagabend im Weindorf, und getreu dem Motto ließen mehr als 400 Menschen im Heinz-Lang-Park den Sommerabend ausklingen. Bei Wein aus dem Rheingau, anderen Getränken und Bratwurst und mehr wurde gesungen, getanzt und viel gelacht.

Die Partykapelle sorgte mit Schlagern, wie „Griechischer Wein“, oder modernen Hits, wie „Die, die immer lacht“, für beste Stimmung und brachte die Besucher des Weindorfes zum Schunkeln. Mit trockenem Riesling oder - passend zum Wetter - mit „Sommerwind“, einem Prosecco-Blutorangenmix, genossen die Stadtallendorfer und viele Besucher aus der Region den Abend und feierten bis in die Nacht - wie auch beim noch besser besuchten Weindorf am Samstag, dessen Höhepunkt das Feuerwerk am späten Abend war.

Kinder wollen in den Panzer

„Darf ich mich auch mal in den Panzer setzen?“ Diese Kinderfrage war am Samstag bei der Ausstellung der Bundeswehr im Heinz-Lang-Park immer wieder zu hören.

Zum 42. Heimat- und Soldatenfest stellten die Division Schnelle Kräfte, die Versorgungskompanie, die Feldjäger und die Stabs- und Fernmeldekompanie, die allesamt in der Herrenwaldkaserne in Stadtallendorf stationiert sind, ihre Fahrzeuge und Ausrüstung aus. Zudem informierten und berieten die Soldaten über die berufliche Laufbahn bei der Bundeswehr.

„Wir wollen den Leuten zeigen, was unsere Anforderungen sind und wie vielfältig unsere tägliche Arbeit ist“, erklärte Major Kieron Kleinert und freut sich über das Interesse der Bürger und die große Besucherschar, die über den Tag verteilt die Ausstellung im Park begutachtete.

Die Versorgungskompanie, die für die logistische Bereitstellung von Materialien zuständig ist, hatte unter anderem einen Zehntonner mit Ladekran zur Schau gestellt. Bei den Fernmeldern konnte man sich in den Transportpanzer „Fuchs“ setzen, der in Tarnoptik für Afghanistan-Einsätze gestrichen war.

Alle drei „Vorturner“ sind am Start

Ob Klein oder Groß, Jung oder Alt, die Fahrzeuge brachten die Augen der Besucher zum Strahlen, ließen manche Besucher an ihre eigene Bundeswehrzeit zurückdenken.

Der Sonntagmorgen gehörte wieder dem Sport. Die Turn- und Leichtathletik-Abteilung des TSV Eintracht hatte zum 30. Stadtallendorfer Stadtlauf geladen, und die Läuferschar ließ den Veranstalter trotz Dauerregens nicht im Stich. Im Gegenteil - der Regen und die mit ihm verbundene Abkühlung wurde von den Startern als durchaus angenehm empfunden. So ging es auch Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi, der die Fünf-Kilometer-Runde unter die Laufschuhe nahm. Ehrensache, dass auch die „Vorturner“ der beiden Ko-Veranstalter des Heimat- und Soldatenfestes - die Bundeswehr und der TSV Eintracht - sich auf die Strecke wagten. Generalmajor Andreas Marlow, Kommandeur der Division Schnelle Kräfte, lief wie der Bürgermeister die fünf Kilometer und äußerte sich hinterher lobend über die Strecke des Traditionslaufs. Bernd Weitzel, austrainierter Vorsitzender des Hauptvereins TSV Eintracht Stadtallendorf, lief die lange Schleife und hatte so viel Puste, dass er unterwegs an der Strecke seine nicht gerade wenigen Bekannten freundlichst begrüßte.

Die freundliche Stimme des Straßenlaufs ist seit eh und je Herbert Köller, der wiederum mit großer Empathie die Rennen moderierte, die Läufer motivierte und das Publikum an Start und Ziel im Weindorf informierte.

Festausklang fand im Trockenen statt

Mit dem Ende des Stadtlaufs hatte der Himmel ein Einsehen und schloss seine Schleusen. Es blieb trocken, und hin und wieder fand sogar die Sonne den Weg durch eine Wolkenlücke. So fand die traditionelle Ausgabe der Erbsensuppe aus der Feldküche der Bundeswehr im Trockenen statt.

Das von fleißigen Händen trockengelegte Weindorf füllte sich allmählich, doch leider beeinträchtigte der gegen 14 Uhr wieder einsetzende Regen mit Blitz und Donner den für 18 Uhr vorgesehenen planmäßigen Ausklang.

So ganz ist das Fest noch nicht Geschichte. Die Schausteller auf dem Vergnügungspark laden heute zum Familiennachmittag ein - und dies bei reduzierten Preisen für alle Fahrgeschäfte.

von Sophie Kaufmann und Matthias Mayer

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