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Riesenmagnet schwebt durch die Luft

Neue Arztpraxis Riesenmagnet schwebt durch die Luft

„Jetzt wird alles real“, freute sich Konrad Busch von der Herrenwald Wohnbau, als das wichtigste Element eines Magnetresonanztomographen für einen kurzen "Flug" vorbereitet wurde.

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So sieht ein Computertomograph während des Zusammenbaus aus. Im nächsten Monat läuft der Probebetrieb an.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Ein Teil der Parkplatzzufahrten zum „Gesundheitszentrum“ in der Niederkleiner Straße war am Mittwochnachmittag mit Flatterband gesperrt. Zu der Zeit bezog auch ein Autokran Position.

Das alles hatte gewichtige Gründe. Am Mittwochnachmittag wurden der tonnenschwere Magnetresonanztomograph und der Computertomograph für die neue radiologische Praxis im Herzen Stadtallendorfs angemeldet (die OP berichtete ausführlich). Betrieben wird die Praxis von Dr. Eberhard Crayen aus Marburg. Die Praxis bekommt, passend zu ihrem breiten zukünftigen Einzugsgebiet, den Namen „Radiologie Mittelhessen“, wie Crayen gegenüber der OP erläuterte.

Der Transport von MRT und CT in die künftige Praxis war eine kleinere Herausforderung. Zwar war bereits beim Bau des Gebäudes eine entsprechende Türöffnung ausgespart worden. Angesichts des Gewichts allein des Magneten des MRT war der Einsatz eines Krans nicht zu vermeiden. Dazu ein paar Daten: Nur der Magnet wiegt exakt 5949 Kilogramm, der dazugehörige Tisch 286 Kilogramm. Der Computertomograph ist demgegenüber zumindest deutlich leichter. Er fällt lediglich mit 1415 Kilogramm ins Gewicht.

Starttermin nach dem Jahreswechsel

Das Umhieven vom Lastwagen bis zum Transport in die künftige Radiologenpraxis lief reibungslos, dauerte allerdings bis zum späteren Nachmittag. Und es blieb nicht unbemerkt. Mancher Passant blieb an der Niederkleiner Straße stehen und schaute zu. Als eine Frau von der OP erfuhr, was dort passiert, freute sie sich sehr. „Es ist wirklich schön, dass wir auch so eine Praxis hier im Ostkreis bekommen“, sagte sie spontan. Sie stammt aus Kirchhain, musste in der Vergangenheit schon nach Marburg in die „Röhre“, was aufgrund ihrer Erkrankung, wie sie sagt, nicht so einfach gewesen sei.

L aut Crayen bleibt es bei dem bisherigen Zeitplan. Im Dezember erfolgt der Probebetrieb, um dann zum 2. Januar die neue Radiologenpraxis zu eröffnen.

Einer freute sich über die Ankunft von MRT und CT und die sichtbaren Fortschritte ganz besonders aufgrund der früheren Entwicklungen: Konrad Busch, einer der beiden Geschäftsführer der Herrenwald Wohnbau. „Jetzt wird alles real“, sagte er gegenüber der OP. Wie berichtet, sucht die Herrenwald nach weiteren Fachärzten, die sich im Gebäude ansiedeln. Offenbar gibt es Fortschritte, auch wenn Busch zu Details schweigt. „Aber wir führen inzwischen konkrete Verhandlungen“, sagte er .

von Michael Rinde

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