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Richtige Lösungen für viele Aufgaben

Großübung der Feuerwehr Richtige Lösungen für viele Aufgaben

Während einer der größten Übungen in diesem Jahr testeten die Kirchhainer Feuerwehrleute ihre Einsatzfähigkeit. Zielsetzung: Schnelle Erfassung der Einsatzsituation und richtiges Handeln.

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Der Einsatz auf einem Parkplatz am Fasanenweg forderte die Einsatzkräfte besonders. Es galt, die durch einen Pfahl verletzte Person zu bergen. Auf dem Bauhof befreiten Atemschutzgeräteträger eine Person aus einem Fahrzeug. Staffelführer Michael Scheldt von der Kleinseelheimer Wehr macht Meldung an die Einsatzleitung.

Quelle: Karin Waldhüter

Kirchhain. Als die Sirene die Samstagnachmittagsruhe am Kirchhainer Feuerwehrstützpunkt gegen 15 Uhr durchbricht, weiß noch keiner der 60 an der Übung beteiligten Feuerwehrkameraden, welche Anforderungen ihn erwarten. Denn die von Wehrführer Stephan Schmidt und seinem Stellvertreter Torsten Mende ausgearbeitete Feuerwehrübung soll realistisch einen Einsatz abbilden und die Kameraden mit den verschiedensten Aufgaben konfrontieren.

Ziel der Übung sei es, die Einsatzvielfalt der Feuerwehr darzustellen, mehrere Einsatzstellen zeitgleich abzuarbeiten und den Aufbau einer örtlichen technischen Einsatzleitung zu trainieren, so Schmidt. „Insbesondere bei zeitgleich stattfindenden Einsatzlagen sind die jeweiligen Einheitsführer gefragt, eigenständig die Lage zu beurteilen und die richtigen Entscheidungen zu treffen“, unterstreicht Stephan Schmidt. „Die jeweiligen Einsatzszenarien sollten nach Möglichkeit ein breites Spektrum der Feuerwehraufgaben repräsentieren“, betont Torsten Mende.

Geleitet wurden die Einsätze vom Feuerwehrstützpunkt aus. Dort ist die technische Einsatzleitung eingerichtet und ein kleines Lagezentrum entstanden. Als zusätzliche Aufgabe soll hier noch eine Pressekonferenz organisiert werden. Beteiligt waren Einheiten aus der Kernstadt, Himmelsberg, Kleinseelheim, Stausebach und Niederwald mit zwölf Einsatzfahrzeugen.

Bauernhof brennt, drei Personen eingeschlossen

Die Einsatzaufträge umfassten mehrere kleine technische Hilfeleistungen. So galt es, ein Kind aus großer Höhe zu retten und eine eingeklemmte Person nach einem Verkehrsunfall mithilfe eines hydraulischen Rettungsgeräts zu bergen. Außerdem musste eine Person bei einem Suizidversuch mit Kohlenmonoxid aus einem Fahrzeug gerettet werden.

Die größte Einsatzstelle wartete zum Schluss auf die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner. In Himmelsberg bekämpften sie einen Brand auf einem Bauernhof. Besondere Erschwernis: Drei Personen wurden in dem brennenden Gebäude vermisst, sodass die Einsatzkräfte sehr schnell unter Atemschutz in das Gebäude vordringen mussten, um die Personen zu finden und in Sicherheit zu bringen. Die Einsatzleitung übernahm hier der stellvertretende Stadtbrandinspektor Thorsten Thierbach.

Direkt nach seinem Eintreffen wurden drei Einsatzgruppen gebildet. Zwei kümmerten sich um die Menschenrettung und die Brandbekämpfung, die dritte Gruppe sorgte für die Löschwasser-Versorgung. Schließlich wurde noch eine Pressekonferenz mit Stadtbrandinspektor Thorsten Thierbach und dem Ersten Stadtrat Dietmar Menz vorbereitet. Am Ende zogen Stephan Schmidt und Torsten Mende ein positives Fazit. „Es wurden alle Einsatzlagen abgearbeitet. Die Einsatzsituation wurde von allen Einheitsführern richtig eingeschätzt“, teilten sie mit.

von Karin Waldhüter

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