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Richter-Plettenberg lädt Schulz aus

Windkraft Richter-Plettenberg lädt Schulz aus

Die Gemeinde Ebsdorfergrund ist beim Windpark-Projekt Roßdorf nicht mehr willkommen. Selbst wenn sie mit vielen Millionen Euro wedeln würde, sagt Michael Richter-Plettenberg. Damit reagiert der Bürgermeister von Amöneburg auf Kritik von seinem ehemaligen Freund und Amtskollegen aus Ebsdorfergrund, Andreas Schulz.

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Amöneburg. Dieser hatte Unmut geäußert über die Pläne der Stadt Marburg, am „Lichten Küppel“ Windräder zu bauen und auch in Richtung Amöneburg ausgeteilt: Die Städte würden „Windräder am Rande ihres Gebiets auf Kosten ihres Nachbarn am Nachbarn vorbei platzieren“. Schon vor zwei Jahren hatte er sich beschwert, dass die Stadt Amöneburg ihn nicht sofort über ihre Pläne zum Bau eines Windparks informiert habe, und zudem eine Beteiligung an der Gewerbesteuer gefordert.

Damals wie heute stieß er bei Richter-Plettenberg - die beiden sind inzwischen so etwas wie Erzfeinde - auf Unverständnis. Nun ist das Maß für Amöneburgs Stadtoberhaupt voll: „Das war wieder ein unnötiger Seitenhieb in unsere Richtung.“ Eigentlich hatte er angekündigt, anderen Kommunen die Möglichkeit zu geben, sich am sieben Anlagen umfassenden Windkraftprojekt zu beteiligen, das Stadt und Projektierer Juwi im Roßdorfer Wald umsetzen.

Schulz: Richter-Plettenberg unfähig mit Kritik umzugehen

Dies relativierte er nun: Das Angebot richte sich „ausdrücklich nicht mehr an die Gemeinde Ebsdorfergrund“. Auf Nachfrage dieser Zeitung erklärte er: „Ich rede mit allen - aber nicht mit Menschen, die feindselig sind. Mit Leuten dieser Art will man bei solchen Themen nichts zu tun haben.“ Schulz ist der Ausschluss egal: „Das trifft uns nicht, weil wir ohnehin nie über eine Beteiligung nachgedacht haben.“ Das Projekt erscheine ihm nicht lukrativ, und die Reaktion Richter-Plettenbergs und der Vorwurf der Feindseligkeit seien gute Beispiele seiner Unfähigkeit, mit Kritik umzugehen.

Richter-Plettenberg wundert sich derweil auch noch, warum sich Schulz in die Pläne anderer Städte einmischen wolle. Zudem frage er sich, was dieser in den vergangenen Jahren gemacht habe. Schließlich seien sowohl das Vorhaben Marburgs als auch das Amöneburgs seit Jahren kein Geheimnis. Noch dazu sei das Roßdorfer Windparkprojekt „nach allen Kriterien und Verfahrenswegen in höchst offizieller Weise entstanden“. Marburg sei nun erst konkret geworden, rechtfertigt sich Schulz und betont, die Zusammenarbeit mit der größten Stadt des Kreises sei sehr intensiv, vor allem auf dem Energiesektor - entsprechend hätte er gehofft, frühzeitig über Pläne informiert zu werden.

Nach der Kritik gab es eine Diskussion bei Facebook, in der die Meinungen auseinandergehen. Nutzer Hansheinrich Hamel hegt die Vermutung, dass der Chef einer „Sonnenscheingemeinde“ naturgemäß nur allergisch auf Windkraft reagieren könne.

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