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Retter holen "Verletzten" vom Windrad

Windtag Retter holen "Verletzten" vom Windrad

Mit einem Windtag, zu dem über 300 Besucher gekommen waren, wurden die fünf Windräder im Roßdorfer Wald offiziell übergeben.

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Zahlreiche Besucher kamen zur offiziellen Übergabe der fünf Windräder.

Quelle: Klaus Böttcher

Roßdorf. In schwindelnder Höhe von über 100 Metern beginnt an einem Windrad die atemberaubende Höhenrettung einer angenommen verletzten Person. Spezialisten der Höhen- und Tiefenrettung des Landkreises seilen den Verletzten in einer sogenannten Schleifkorbtrage Meter für Meter ab.

Stimmung wie bei einem Volksfest

Unten am Fuß des Windrades verfolgen viele Augenpaare der Besucher die Höhenrettung, die auch für die Retter keine alltägliche Übung bedeutet. Noch sichtlich angespannt erzählt Jan Müller von der Spezialistentruppe, die sich aus 15 bis 20 Leuten von Feuerwehrkameraden und Rettungsdienstlern zusammensetzt. Die Luftretter nutzten anschließend noch die Gelegenheit, sich einzeln aus der luftigen Höhe abzuseilen. Als vermeintlich Verletzter, der gerettet werden musste, stellte sich der Amöneburger Stadtjugendwart der Feuerwehr Johannes Ivo zur Verfügung. Er wirkte auch nach der langwierigen Rettung in der Schleifkorbtrage gelöst.

Guter Stimmung waren auch die vielen Besucher, denn der Windtag entwickelte sich zum wahren Volksfest. Kinder stürmten die Hüpfburg und die Erwachsenen unterhielten sich lebhaft bei Kaffee und Kuchen oder kühlen Getränken. Die Roßdorfer Musikanten sorgten für Stimmung und die Frauengemeinschaft stellte den Kuchen bereit. Im Mittelpunkt vieler Gespräche standen die Windräder, die sich hoch über dem Amöneburger Stadtteil im Roßdorfer Wald erheben. Die Vereine aus dem Amöneburger Stadtteil haben augenscheinlich mit den Anlagen keine Schwierigkeiten.

Immerhin haben die fünf Windräder eine Leistung von 12,5 Megawatt und liefern 40 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr. Das entspricht etwa dem Jahresverbrauch von 11000 Haushalten.

Blick ins Innere des Turms

Beeindruckt schauten Besucher immer wieder in die Höhe, denn die Windräder haben enorme Ausmaße. So beträgt die Nabenhöhe 139 Meter und der Rotor hat einen Durchmesser von 120 Metern. Besucher hatten auch die Gelegenheit, in das Innere des Turms zu schauen, allerdings nur auf der Erdebene.

Amöneburgs Bürgermeister Michael Plettenberg und der Geschäftsführer der Firma Juwi, Thomas Broschek, gingen in ihren Grußworten auf die Planung und den Bau des Windparks ein. Beide stellten die Wichtigkeit der Energiewende heraus. „Viele reden davon, wir machen es“, sagte Plettenberg. Das Unternehmen Juwi hatte die Anlagen errichtet und betreibt sie. Broschek meinte: „Wir werden weiter investieren.“ So seien im Roßdorfer Wald schon zwei weitere Anlagen geplant.

von Klaus Böttcher

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