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Restarbeiten an B 454 ohne Vollsperrung

Tag der offenen baustelle Restarbeiten an B 454 ohne Vollsperrung

Willi Kunze bezeichnete gestern beim Tag der offenen Baustelle die B 454 als das derzeit größte Straßenbauvorhaben des Kreises - und als Projekt der Generationen.

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Wo sich gestern noch rund 100 Stadtallendorfer Bürger von Bernd Weber (Mitte) die B-454-Baustelle erklären ließen, rollt ab Mitte Mai bereits der Verkehr. Foto: Matthias Mayer

Stadtallendorf. Als Beleg für seine These hatte der seit Jahrzehnten mit dieser Straße betraute Bevollmächtigte von Hessen Mobil für Westhessen eine Planung aus dem Jahr 1977 mitgebracht. Altbürgermeister Heinz Lang habe damals eine Hochstraße bauen wollen, um den Verkehr möglichst schnell durch die Stadt zu bekommen.

Das letztlich umgesetzte Konzept berücksichtige neben dem unter die Erde verbannten Durchgangsverkehr auch den erheblichen Ziel- und Quellverkehr nach Stadtallendorf mit seinen vielen Arbeitsplätzen. Deshalb habe die Straße eine oberirdische Verteilfunktion bekommen. Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) sprach von einer bedarfsgerechten Variante, die zugleich den Schutz der Anwohner gewährleiste.

Die wichtigsten Nachrichten der Bauleute: Bis zum Abschluss der Arbeiten muss es keine weitere Vollsperrung der Straße geben. Und ab dem 15. oder 16. Mai wird die Wetzlarer Straße, der direkte Weg von der B 454 in die Innenstadt, zumindest aus Richtung Kirchhain wieder erreichbar sei. Umgekehrt kann dann aus der Wetzlarer Straße Richtung Neustadt über die neue Rampe auf die B 454 aufgefahren werden.

Bernd Weber, Teamleiter von Hessen Mobil für die B 454, erläuterte die nächsten Arbeiten. Am Dienstag beginnen die Asphaltierungsarbeiten auf der südlichen Fahrspur. Dabei werden drei Schichten Asphalt aufgebracht. Parallel dazu werden entlang dieser Fahrspur Pflasterarbeiten und restliche Arbeiten an der Wandverkleidung ausgeführt. Mitte Mai soll der Verkehr von der Nord- auf die Südspur umgelegt werden. Die Nordspur behält ihr jetziges Profil, so dass die Fahrspur ohne große Erdarbeiten hergestellt werden kann. Dazu gehören die Fertigstellung des Kreisverkehrs und Verkleidungsarbeiten an den Betonwänden. Zum Schluss werden hölzerne Lärmschutz-Zäune aufgebaut.

Das Thema Lärmschutz interessierte aus naheliegenden Gründen die unmittelbaren Nachbarn der Bundesstraße besonders. Bernd Klee erläuterte ihnen ein dreistufiges Lärmschutzkonzept. Die in die 770 Betonpfähle integrierte Steinwolle absorbiere den Lärm ebenso wie die großflächigen Lochstein-Verkleidungen, die die in die Erde eingegrabene Straße seitlich begrenzen. Oberhalb der Straße böten die 2,50 bis drei Meter hohen Lärmschutzwände aus Holz zusätzlichen Schutz, sagte Bernd Weber. Dieser sei so konzipiert, dass er auch den nach Fertigstellung der A 49 auf der Straße erwarteten 17000 Fahrzeugen pro Tag gewachsen sei, ergänzte Willi Kunze.

Auf entsprechende Klagen von Anwohnern hin versicherte Bernd Weber, dass der Einsatz leiser Bohrtechnik Bestandteil der Ausschreibungen für den dritten Bauabschnitt sein werde.

von Matthias Mayer

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