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Rauschenberger Wehren suchen Chef

Feuerwehr Rauschenberger Wehren suchen Chef

Die Rauschenberger Feuerwehren haben nur noch einen kommissarischen Leiter. Findet sich kein Bewerber, muss die Stadt in zwei Monaten einen Stadtbrandinspektor bestimmen.

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Stadtbrandinspektor Jens Naumann (zweiter von links) und Kreisbrandinspektor Lars Schäfer (rechts) nahmen Beförderungen und Ernennungen vor.

Quelle: Michael Rinde

Rauschenberg. Eigentlich deutete vor drei Jahren alles darauf hin, dass Jens Naumann langfristig Stadtbrandinspektor in Rauschenberg bleibt. Doch zwischenzeitlich gab es bei Naumann beruflich bedingte Veränderungen. Während der Woche ist er nicht vor Ort. Deshalb reichte er seinen Rücktritt ein.

Doch vorerst wird Naumann zumindest kommissarisch Stadtbrandinspektor bleiben. Bei der Hauptversammlung am Freitagabend in Schwabendorf meldete sich kein Kandidat für das bedeutende Amt. Jetzt bleibt Jens Naumann auf Zeit weiterhin Ehrenbeamter der Stadt Rauschenberg.

In der Versammlung warb Kreisbrandinspektor Lars Schäfer intensiv um Kandidatenvorschläge. Doch auch eine Sitzungsunterbrechung brachte keinen Bewerber. Jetzt verbleiben zwei Monate, um einen Stadtbrandinspektor zu küren.
Gelingt das nicht, liegt es an Rauschenbergs Bürgermeister Manfred Barth. Der ist dann gezwungen, in Zusammenarbeit mit dem Kreisbrandinspektor einen Leiter der Feuerwehren zu verpflichten. So schreibt es das Gesetz vor. Bisher ist das bei zwei Feuerwehren im Landkreis Marburg-Biedenkopf vorgekommen. „Das ist nichts angenehmes“, betonte Schäfer.

Rauschenbergs Stadtoberhaupt wurde deutlich: „Ich bitte nicht darum, ich erwarte, dass die Feuerwehren ihre Führung selbst bestimmen.“ Jens Naumann hatte angesichts der Pflichten eines ehrenamtlichen Stadtbrandinspektors in seinem Rechenschaftsbericht ein Nachdenken der Kommunalpolitik über eine hauptamtliche Stelle angeregt. Dem erteilte Barth jedoch angesichts der Finanzlage eine klare Absage, wenn er die Gründe für eine solche Lösung auch nachvollziehen kann.

von Michael Rinde

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