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Trinkwasser aus den Kunststoffröhren

Neue Technologie Trinkwasser aus den Kunststoffröhren

Die Arbeiten am neuen Hochbehälter sind abgeschlossen. Jetzt wurde das Bauwerk mit einem kleinen Festakt auch ­offiziell eingeweiht.

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Die Stadt Rauschenberg lud zu einem kleinen Festakt an den Ortsrand von Josbach ein.

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Josbach. Vor fünf Wochen ist der neue Hochbehälter ohne­ großes Aufsehen in Betrieb genommen worden. Gut zwei Stunden habe es gedauert, dann sei die alte Leitung gekappt und die neue angeschlossen gewesen, berichtet der Wassermeister Uwe Hartmann am Rande der kleinen Feier.

Direkt neben dem alten Hochbehälter ist der Nachfolger in rekordverdächtiger Bauzeit von nur zwei Monaten mit Baukosten von rund 350000 Euro entstanden, berichtete Bürgermeister Michael Emmerich. Der Bau wurde notwendig, als im Mai 2015 eindringendes Fremdwasser in eine der beiden Kammern des alten Hochbehälters entdeckt wurde.

Speicherung von Trink- und Löschwasser

Magistrat und Stadtverordnete erörterten verschiedene Optionen. Eine Zeit lang galt ein Edelstahlbehälter als Favorit. Diese Lösung wurde jedoch mit Blick auf die Kosten verworfen. Erst als der Rauschenberger Wassermeister Uwe Hartmann einen Neubau aus Polyethylen-Röhren ins Spiel brachte, verfolgten die politischen Gremien das letztlich verwirklichte Modell, das versprach, nicht teurer als eine Sanierung des alten Behälters zu sein.

Mit Spatenstich am 28. April begannen die Bauarbeiten unter Leitung des Ingenieurbüros Müller (Grünberg) am 12. Juni. Bereits Ende Juli waren alle Arbeiten abgeschlossen. In zwei Röhren, was den früheren Kammern entspricht, werden jetzt 150 Kubikmeter Wasser zum Trinken und als Löschwasser gespeichert, wobei die bekannte Wasserproblematik des Josbacher Rohwassers davon unberührt bleibt. Die großen Röhren wurden vollständig mit Erde abdeckt. Von dem neuen Hochbehälter ist allein die Tür zur Inspektionskammer zu sehen.

„Wir haben uns den Beschluss nicht leicht gemacht“, berichtete Stadtverordnetenvorsteher Norbert Ruhl über eine lange Diskussion in den städtischen Gremien. Marc Müller vom gleichnamigen Ingenieurbüro würdigte die gute Zusammenarbeit der bauausführenden Firmen: Geißler (Tiefbau), Hawle (Kunststoff-Behälterbau) und Dippel (Elektrik).

Ortsvorsteher Rainer Kuche hob ebenso den reibungslosen Bauverlauf hervor sowie die ­Geduld der Anwohner in ­Sachen Baulärm.

von Heinz-Dieter Henkel

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