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Rasereien werden künftig registriert

Ortsbeirat Ernsthausen Rasereien werden künftig registriert

Im Mittelpunkt der Ortsbeiratssitzung stand der umfangreiche Fragebogen, den viele Ernsthäuser ausgefüllt zurückgegeben haben und dessen Auswertung bereits beim Hoffest Mitte des Vormonats für alle einsehbar war.

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Ein solches Geschwindigkeitsmessgerät soll künftig den Rasern auf der ausgebauten Ernsthäuser Ortsdurchfahrt zumindest ein schlechtes Gewissen bereiten.

Quelle: Tobias Hirsch

Ernsthausen. Den größten Teil der Debatte nahm die Verkehrssituation in der Wolferoder Straße ein. Hier werde nach Wahrnehmung vieler Ernsthäuser auf der vor kurzem erneuerten Landesstraße L3071 eindeutig zu schnell gefahren. Dies war bereits in den Interviews beim Hoffest zu hören, wie diese Zeitung berichtete. Doch die Möglichkeiten, hier einzugreifen, sind stark begrenzt.

Die Zuständigkeit für „verkehrsberuhigende Maßnahmen“ liege bei Hessen Mobil. Und Hessen Mobil sähe wegen des zu geringem Verkehrsaufkommens keinen Handlungsbedarf, berichtete Konrad Krause, der in der Vergangenheit bereits einige Ortstermine wahrgenommen hat. Auch Fahrbahnmarkierungen würde die Landesbehörde ablehnen.

Die Möglichkeiten der Stadt, mit einem „Blitzer“ Verkehrsberuhigend einzugreifen sind ebenfalls sehr begrenzt. Als einzige Möglichkeit bliebe, wie bereits in Betziesdorf und zuletzt in Sindersfeld installiert, eine Geschwindigkeitsanzeigetafel.

Die Stadt Rauschenberg, so eine erste Anfrage an Bürgermeister Michael Emmerich, würde sich an den Kosten beteiligen. Von 2000 Euro aufwärts, je nach Ausführung, kostet eine solche Tafel. Man könne damit die Anzahl der Fahrzeuge pro Stunde ermitteln und jede Geschwindigkeit werde gemessen. Eine Aufbereitung der Daten bedürfe allerdings einer Auswertung des installierten Speicherchips.

Eine Geschwindigkeitsanzeige muss gewartet werden, was der Bauhof der Stadt nicht übernehmen könne. So müssten zwei bis drei Anlieger gefunden werden, die die Akkus wieder aufladen und die Anlage damit betriebsbereit halten, erklärte Konrad Krause.

Der Ortsbeirat, der ohne die erkrankte Ortsvorsteherin Anette Hahn tagte, fasste den Grundsatzbeschluss, ein Geschwindigkeitsmessgerät anzuschaffen. Es sollen Freiwillige zur Wartung der Anlage gefunden, die Stadt um die Höhe der möglichen finanziellen Beteiligung angefragt werden. Bei einer Ortsbegehung gelte es schließlich, den optimalen Standort für die Installierung des Geräts zu finden. Finanziert werden soll die Anlage aus der von den Ernsthäuser­ Störchen verwalteten Kasse ­aller örtlichen Vereine.

In naher Zukunft bekommt Ernsthausen einen eigenen Internetauftritt. Damit kann der Ortsbeirat zeitnah informieren. Auch dies wurde in der Umfrage von einigen Bürgern moniert.

Darüber hinaus will der Ortsbeirat die Rauschenberger Nachrichten besser nutzen und eine Terminabsprache aller Ernsthäuser Vereine organisieren, um die Feste besser zu koordinieren. Schließlich seinen 76 Prozent aller Ernsthäuser Mitglied in einem Verein, so das Umfrageergebnis.

von Heinz-Dieter Henkel

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