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Josbacher Hochbehälter ist am Netz

Trinkwasser bleibt Thema Josbacher Hochbehälter ist am Netz

Die Trinkwasserversorgung wird in den kommenden Jahren einen ­erheblichen Anteil der ­Rauschenberger Investitionskosten beanspruchen. Ein erstes Projekt ist abgeschlossen.

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Im Josbacher Stadtwald stehen der alte und der neue Hochbehälter nebeneinander. Das Foto entstand vor wenigen Wochen während der Bauphase. 

Quelle: Matthias Mayer

Rauschenberg. „Der neue Josbacher Hochbehälter ist in der vergangenen Woche ans Netz gegangen“, sagte Rauschenbergs Bürgermeister Michael Emmerich (CDU) im Gespräch mit dieser Zeitung. Der alte Hochbehälter ist seit gut zwei Jahren ein Sorgenkind der Stadt. Bei einer Überprüfung hatte sich gezeigt, dass eine der beiden Trinkwasserkammern schadhaft war und stillgelegt werden musste.

Die anfangs vom Magistrat favorisierte Betonsanierung des alten Hochbehälters stieß auf wenig Gegenliebe im zuständigen Fachausschuss für Umwelt, Landwirtschaft und Bauen. Der Ausschuss diskutierte verschiedene Varianten und nahm zwei neue Technologien bei Vorort-Terminen in Augenschein. Die Wahl fiel schließlich auf einen utopisch anmutenden Neubau: Ein großes Röhrensystem aus Kunststoff, das bis auf die Tür zur Revisionskammer ­unter einem großen Erdhügel verschwindet.

„Es ist gut, dass wir die Diskussionen geführt und uns für diese eindrucksvolle und zukunftsfähige Technologie entschieden haben“, sagte Michael Emmerich. Er kündigte an, dass die Stadt zu einem noch nicht terminierten Tag des Trinkwassers zum Josbacher Hochbehälter einladen werde. Bei diesem Anlass sollen sowohl der alte als auch der neue Hochbehälter für Besucher zugänglich sein.

"Binnen zehn Jahren muss etwas geschehen"

Vielleicht lohnt es sich nicht nur für die Josbacher, sondern auch für die Albshäuser und Ernsthäuser zu der Veranstaltung zu kommen. In beiden Stadtteilen besteht Handlungsbedarf.

„Der Albshäuser Hochbehälter ist so alt wie sein Josbacher Gegenstück. Eine grundhafte Sanierung oder ein Neubau stehen hier definitiv an“, sagte der Bürgermeister. Nicht ganz so dringend ist die Situation in Ernsthausen. „Aber auch hier muss binnen zehn Jahre etwas geschehen“, erklärte der Kämmerer, der für Ernsthausen drei mögliche Optionen sieht. Der Stadtteil könne über eine Fernleitung vom Rauschenberger Hochbehälter mit Trinkwasser versorgt werden. Diese Option werde noch geprüft. Ansonsten müsse der Ernsthäuser Hochbehälter saniert werden oder er müsse einem Neubau weichen, sagte Michael Emmerich.

Rauschenberg gehört zu den wenigen Kommunen, die noch eine eigenständige Trinkwasserversorgung und einen Wassermeister haben. Vorteil: Der Wasserpreis wird von der Stadt und nicht von einem Verband gemacht. Nachteil: Die Investitionskosten für Leitungsnetz und Hochbehälter.

von Matthias Mayer

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