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Ein Auto, wenn man‘s braucht

Infotag zum Carsharing Ein Auto, wenn man‘s braucht

Die Stadt Rauschenberg will der Elektromobilität auf die Sprünge helfen. Dazu gibt es am morgigen Samstag auf dem Gelände des Rauschenberger Autohauses Horst einen Info-Tag.

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Heinrich Horst (vorn) und Michael Emmerich sitzen in einem der Carsharing-Autos. Am Samstag stehen diese zur Probefahrt bereit. Ein Chip an der Windschutzscheibe (rundes Foto) dient zum Öffnen des Fahrzeugs.

Quelle: Matthias Mayer

Rauschenberg. Der offizielle Startschuss für das Carsharing-Projekt mit Elektro-Autos ist bereits erfolgt. Am Samstag sollen die Rauschenberger die Gelegenheit haben, sich aus erster Hand über das Projekt zu informieren. Zwischen 10 und 13 Uhr bekommen sie zudem die Gelegenheit, das besondere Fahrgefühl eines Elektro-Autos zu erfahren, wenn sie am Steuer eines der beiden Peugeots praktisch geräuschlos und mit enormem Durchzug den Schloßberg raufzischen. Nebenbei gibt es Speisen und Getränke zum Selbstkostenpreis und große Gasballons für die Kinder.

Die Preise

Die Nutzung kostet pro Stunde zwei Euro, in den Nachtstunden einen Euro. Dazu kommen 27 Cent pro Kilometer - ­inklusive der Stromkosten. Die 24-stündige Nutzung ist für 22 Euro zu haben. Die Autos sind all inclusive versichert. Verursacht ein Fahrer schuldhaft einen Schaden, haftet er für den Eigenanteil in Höhe von 500 Euro.

„Die Besucher sollen Geschmack an der Elektromobilität finden. Deshalb stehen neben den beiden Autos auch zwei E-Bikes zum Ausprobieren bereit“, sagte Bürgermeister Michael Emmerich (CDU) bei einem Gespräch mit dieser Zeitung im Autohaus Horst.

Während des Info-Tags können sich die Besucher für das Carsharing-Projekt registrieren lassen, wobei an diesem Tag die Anmeldegebühr in Höhe von fünf Euro entfällt. Wer möchte, kann noch am gleichen Tag mit seinem Zugangs-Aufkleber losfahren. Das ist so ganz nach dem Geschmack von Autohaus-Inhaber Heinrich Horst: „Ich wollte ein System, das sofort funktioniert. Wer spontan ein Auto braucht, soll es auch bekommen können.“

Das Angebot richtet sich auch an Rauschenberger Firmen, die gelegentlich ein Auto für Dienstfahrten benötigen. Die Stadtverwaltung werde die Autos nutzen, kündigte Michael Emmerich an.

So funktioniert's

Interessenten müssen sich zunächst unter https://cs.regio-mobil-deutschland.de anmelden. Ist das geschehen, folgt der einmalige Gang ins Rauschenberger Rathaus. Dort bekommen sie bei Jörg Näther einen Aufkleber, der auf die Rückseite des Führerscheins aufgeklebt wird.

Jetzt kann es losgehen. Über regio-mobil-deutschland kann eines der Elektro-Autos für eine bestimmte Uhrzeit online gebucht werden. Diese Information wird an entsprechende Module der beiden Autos übertragen. Auf der Innenseite der Windschutzscheibe haben die Autos Chips. Die erkennen die Legitimation des Nutzers, sobald dieser seinen Aufkleber in Höhe des Chips auf die Windschutzscheibe gelegt hat.

Das Auto öffnet nun die Türen; der Fahrer findet den Schlüssel im Handschuhfach. Gibt der Kunde das Auto wieder ab, legt er den Schlüssel ins Handschuhfach und verriegelt das Fahrzeug mittels Aufkleber und Auto-Chip. In diesem Moment werden Fahrtzeiten und gefahrene Kilometer automatisch registriert. Die angefallenen Kosten werden einmal monatlich abgebucht.

Der Vorteil dieses Systems: Es erlaubt größtmögliche Flexibilität bei geringstmöglichem Personalaufwand. So ist es beispielsweise möglich, morgens um 3 Uhr ein Auto zu holen oder es zu dieser Unzeit zurückzubringen, denn die Nutzer sind nicht darauf angewiesen, dass das Autohaus besetzt ist. Das Team der Familie Horst wartet die Autos und lädt die Batterien auf. Ansonsten hat das Autohaus mit dem Tagesgeschäft Carsharing ebenso wenig zu tun wie die Stadt Rauschenberg als Kooperationspartner.

von Matthias Mayer

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