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Große Kunst in der kleinen Stadt

2. Rauschenale Große Kunst in der kleinen Stadt

Kunst in die ganze Stadt zu tragen – das war das Ziel der 1. Rauschenale. Das Experiment gelang, und so lädt Rauschenberg am 16. und 17. September zur 2. Rauschenale ein.

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Sie präsentierten das Rauschenale-Programm (von links): Michael Emmerich, Martha Henkel. Dr. Anne Hoerder, Jörg Näther, Horst Barthel, Manfred Günther und Dr. Uli Hoerder.

Quelle: Matthias Meyer

Rauschenberg. Auf die Besucher warten am Samstag, 16. September, von 13 bis 18 Uhr, und am Sonntag, 17. September, von 10 bis 18 Uhr 76 Aussteller aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei/Skulpturen, Fotografie, Kunsthandwerk, Musik, Tanz, Videokunst und Installationen. Für jeden Besucher soll etwas dabei sein.

Das Besondere an dem Kunstfestival: Die 14 Ausstellungslokale verteilen sich über die ganze Stadt. Langes Suchen erübrigt sich. Die Besucher müssen lediglich dem Kunst-Boulevard folgen, der geschickterweise über die Durchgangsstraßen Bahnhofstraße und Auf dem Römer führt. Er beginnt unten im Tal im Hotel-Restaurant Lindenhof und endet oben in der Altstadt in der Alten Schule. Bunte Köpfe weisen den Gästen jeweils vor den Ausstellungsräumen den Weg zur Kunst.

Etwas abseits der Hauptstraßen liegen die Galerie im Glashaus (in zweiter Reihe, Bahnhofstraße 32a), das Haus Rauschenberg (Auf dem Flur), die Grundschule (Siedlungsstraße), das Haus der Begegnung (am Friedhof) und die hoch über der Stadt am Schloßberg thronende Stadtkirche.

Gestemmt wird das große Festival von dem noch jungen und kleinen Verein Kunst in Rauschenberg, der von der Stadt Rauschenberg und von Sponsoren unterstützt wird.

„Das ist für Rauschenberg eine tolle Sache“

„Das Team hat es geschafft, gegenüber dem Vorjahr den Kreis der Aussteller nahezu zu verdoppeln, viele regionale, überregionale und internationale Künstler nach Rauschenberg zu holen, die alle Facetten der Kunst zeigen. Das ist für Rauschenberg eine tolle Sache“, sagte Bürgermeister Michael Emmerich während eines Pressegesprächs im Vorfeld des Ereignisses.

Für ihn ist die Rauschenale nicht nur ein wichtiger Baustein für das stetig wachsende kulturelle Leben in der Wohnstadt Rauschenberg, sondern ein großer Werbefaktor für die Stadt. „Die Besucher nehmen nicht nur die Kunst, sondern unterwegs auch die Stadt wahr. Deshalb unterstützt die Stadt sehr gerne das Projekt“, sagte der Bürgermeister.

Schon jetzt zeigt sich, dass die bildende Kunst dauerhaft in der Kleinstadt präsent sein wird. Martha Henkel berichtete, dass die ersten Ausstellungsflächen zur Rauschenale im Haus Rauschenberg bereits belegt sind. „Die alten Leute freuen sich über die Bilder“, sagte das Gründungsmitglied. Und Dr. Anne Hoerder ergänzte, dass die dortige Ausstellung auf Dauer angelegt sei.

Möglicherweise entsteht Hort der Kunst

Der Großseelheimer Designer Horst Barthel verweist darauf, dass in der Galerie im Glashaus schon seit Januar fortlaufend Ausstellungen zu sehen sind. Das ehemalige Ausstellungsgebäude eines Autohauses solle auch künftig für Kunstausstellungen genutzt werden. Möglicherweise entsteht auch an einem für Rauschenberg bedeutsamen Platz dauerhaft ein Hort der Kunst: im großem Saal des Gasthauses zur Post.

Die über einige Jahre verwaisten Gasträume werden wieder belebt durch das Café Vis-à-vis. Am Rauschenale-Wochenende zeigen dort die Fotografen ihre Arbeiten. Vielleicht – so Bürgermeister Michael Emmerich – kann an dem Ort unzähliger Rauschenberger Familienfeiern und Vereinsfeste auch künftig Kunst gezeigt werden.

Nach den Wahrnehmungen von Dr. Uli Hoerder ist die 2.Rauschenale zu einem Selbstläufer geworden. Viele Künstler haben die Premiere vor einem Jahr inkognito besucht und sich für die 2. Rauschenale angemeldet, berichtet er. Die Profi- und Laienkünstler kamen einfach so. Und auch die zusätzlich benötigten Ausstellungsflächen wurden von Bürgern und Firmen bereitwillig zur Verfügung gestellt, sagte er.

Erstmals Rauschenale-Shop

Die Vernissage findet am Samstag, 16. September, um 11 Uhr im Gemenschaftshaus Kratz‘sche Scheune statt. Die einführenden Worte spricht Dr. Markus Morr, Kulturreferent des Kreises.

Entlang des Kunst-Boulevards präsentiert der Veranstalter Stände für Speisen und Erfrischungen. Im Haus der Begegnungen gibt es erstmals einen Rauschenale-Shop. Die Überlegung des Vereins: Jeder Besucher soll für wenig Geld etwas Kleines mit nach Hause nehmen können. Unter rauschenale.de werden alle Künstler mit ihren Arbeiten vorgestellt. Außerdem gibt es einen Wegweiser zu den Stationen und die Termine für das Rahmenprogramm mit Musik und Tanz.

von Matthias Mayer

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