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Rauschenberg steht vor einem Kraftakt

Neubau Rauschenberg steht vor einem Kraftakt

850000 Euro muss Kämmerer Michael Emmerich für den Haushalt 2015 einplanen. Die Investition in das Feuerwehrgerätehaus ist für die Rauschenberger unumgänglich.

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Die Rauschenberger Feuerwehr bekommt im kommenden Jahr ein neues Gerätehaus.Foto: Florian Lerchbacher

Rauschenberg. Der Begriff „marode“ ist für das Rauschenberger Feuerwehrgerätehaus sogar fast noch untertrieben. Auf den ersten Blick lässt sich sehen, dass das Gebäude nicht mehr den modernen Ansprüchen gerecht wird. Die Fahrzeuge passen gerade noch in die Halle, hinter der bereits die Erde abgetragen wurde, um sie vor weiteren Feuchtigkeitsschäden zu schützen. Zudem bekommt die Stadt seit Jahren immer wieder den Hinweis, dass die Spinde der Einsatzkräfte zwingend aus der Halle zu verschwinden haben: „Es besteht schon seit längerem die Gefahr, dass uns deswegen die Versicherungspolice gekündigt wird“, sagte Bürgermeister Michael Emmerich und ergänzte: „Das geht so nicht weiter.“

Muss es aber auch nicht, denn die Stadtverordneten gaben mit 16 Zustimmungen bei 3 Enthaltungen grünes Licht für den Neubau - eine Sanierung wäre nicht förderfähig gewesen, betonte der Kämmerer und fügte hinzu, dass er das Projekt über den Landkreis beim Hessischen Ministerium des Inneren zur Förderung einreichen werde. Er geht davon aus, mindestens 190000 Euro an Fördermitteln zu erhalten. 850000 Euro muss die Stadt für den Neubau und die Planungskosten berappen. Darin enthalten sind auch eine Fotovoltaikanlage und das Herrichten der Außenanlage -Überlegungen, diese Punkte entweder zu streichen oder durch Eigenleistung zu erledigen, um Geld zu sparen, sind vom Tisch. Insgesamt wären sogar 920000 Euro fällig geworden, hob Emmerich hervor: Die 70000 Euro ersparen die Rauschenberger der Stadt allerdings durch Eigenleistung.

Vorgesehen ist, die alte Fahrzeughalle abzureißen und durch einen Neubau mit vier Einstellplätzen an gleicher Stelle zu ersetzen. Neben der neuen Halle entsteht ein Anbau mit Umkleide-, Sanitär- und Funktionsräumen. Außerdem gehört die energetische Sanierung der Schulungs- und Aufenthaltsräume zum Bauprogramm (die OP berichtete).

Stadtteile müssen warten

„Wir brauchen in der Kernstadt ein zukunftsfähiges Haus“, hob Emmerich hervor und verwies darauf, dass die Kernstadt-Wehr immer als erstes aktiviert werde, wenn die Einsatzkräfte in den Stadtteilen Unterstützung benötigten. Der momentane Zustand sei den rund 40 Aktiven und den etwa 10 jugendlichen Mitgliedern nicht mehr zumutbar, ergänzte er, erinnerte aber gleichzeitig daran, dass die Stadt sich überlegen müsse, was sie sich noch leisten könne. Vor dem Hintergrund, dass im kommenden Jahr auch die Sanierung der Ortsdurchfahrt Ernsthausen für über eine Million Euro ansteht (ausführlicher Bericht folgt), gelte es, Projekte genau auszuwählen. So sei die auf jeweils „nur“ rund 200000 Euro bezifferte Sanierung oder der Neubau der Feuerwehrhäuser in Albshausen und Schwabendorf frühstens in den Jahren 2018 oder 2019 denkbar.

Die Stadtverordneten beschränkten sich nach den Diskussionen im Ausschuss während der Versammlung am Montag darauf, den Neubauplänen zuzustimmen. Allerdings nutzte Alfred Hahn (CDU) die Gelegenheit, um seiner Enttäuschung Ausdruck zu verleihen, dass es keine Stadtpokalwettkämpfe der Rauschenberger Wehren gebe. Manfred Hampach (FBL) konterte, der Brachter und seine Wehr hätten doch beste Voraussetzungen, um diese Aufgabe zu übernehmen. Bevor die leicht hitzige Diskussion eskalierte, ging der Rest der Versammlung dazwischen.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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