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Rauschenberg setzt auf Nahwärme

Nahwärmenetz Rauschenberg setzt auf Nahwärme

Kaum ist das Nahwärmenetz im neuen Bioenergiedorf Josbach in Betrieb, da arbeitet die Stadt Rauschenberg schon an den Grundlagen für weitere Nahwärmenetze im Stadtgebiet.

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Der Wärmespeicher (links) und der Spitzenlast-Heizcontainer (rechts) sorgen dafür, dass im Bioenergiedorf Josbach die Nutzer des Nahwärmenetzes auch bei einem Ausfall der Biogasanlage nicht frieren müssen. Josbach ist Vorbild für weitere Nahwärmenetz-Aktvitäten in Rauschenberg.

Quelle: Matthias Mayer

Rauschenberg. Bürgermeister Manfred Barth (SPD) berichtete am Freitag im Gespräch mit dieser Zeitung, dass sich die Pläne zum Bau von Nahwärmenetzen in der Kernstadt und den Stadtteilen Ernsthausen konkretisiert haben.

Der Auftrag zur Erstellung einer entsprechenden Machbarkeitsstudie ist inzwischen an ein Bremer Planungsbüro ergangen, finanziert durch eine Förderung aus dem Stadtumbau-Programm in Höhe von 50.000 Euro. Das Projekt ist inzwischen schon so weit fortgeschritten, dass es bereits am Donnerstag, 10. Februar, eine Informationsveranstaltung für die Bürger im Hotel Schöne Aussicht geben wird.

Neben der Biogasanlage in Josbach, die derzeit 38 Haushalte mit Nahwärme versorgt, gibt es auf dem Gelände der Fiddemühle zwischen Rauschenberg und Ernsthausen eine zweite Anlage im Stadtgebiet. Die 2007 erbaute Biogasanlage ist nicht nur die älteste, sondern mit 500 kW auch die leistungsstärkste Anlage ihrer Art im Landkreis. Derzeit wird sie noch allein zur Stromgewinnung genutzt. Deren Abwärme könnte aber auch Teile von Ernsthausen oder der Kernstadt mit Nahwärme versorgen. Zudem will der Schwabendorfer Landwirt und Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Müller gemeinsam mit seinem Sohn Karsten neben den außerhalb der Ortslage gelegenen Stallungen des Familienbetriebs eine Biogasanlage errichten, die einen großen Teil Schwabendorfs mit umweltfreundlicher Heizenergie versorgen könnte.

Für das Schwabendorfer Projekt sieht Manfred Barth die Stadt unter Zeitdruck, weil dort in diesem Jahr die Ortsdurchfahrt erneuert wird. „Die Straße kommt als Verteilerstrang für Nahwärme in Frage. Es wäre unsinnig, sie erst zu erneuern, und dann wieder aufzureißen“, erklärt der Bürgermeister, der hofft, dass sich möglichst viele Schwabendorfer für diese für die Nutzer konkurrenzlos preisgünstige Form des Heizens erwärmen können.

von Matthias Mayer

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